Bargteheide : Die Geduldsprobe

Die Brücke wird jetzt von einer Behelfskonstruktion gestützt. Züge passieren nur im Schritttempo die Baustelle (oben rechts).
1 von 2
Die Brücke wird jetzt von einer Behelfskonstruktion gestützt. Züge passieren nur im Schritttempo die Baustelle (oben rechts).

Vollsperrung der Bahnunterführung sorgt für Staus in den Straßen und dauert wohl noch bis 19. Januar

Avatar_shz von
22. Dezember 2017, 12:27 Uhr

Im Berufsverkehr werden nicht nur die Bargteheider Bürger zurzeit auf eine Geduldsprobe gestellt. Seitdem die Bahnunterführung gesperrt wurde, ist die Brücke zum Tremsbütteler Weg zum Nadelöhr für alle geworden, die von Ost nach West oder umgekehrt fahren möchten. Auch Radfahrer und Fußgänger dürfen die Unterführung nicht passieren. Staus in der Rathausstraße, im Tremsbütteler Weg und im Struhbarg sind die Folge. Und bis zum Beginn der Ferien mussten sich auch die Schulkinder durch die verstopften Straßen quälen.

„Wir waren selbst überrascht, als die Bahn das angeordnet hat“, sagt Bauamtsleiter Jürgen Engfer. Einzige Alternative wäre eine Sperrung der vielbefahrenen Bahnstrecke gewesen. Nach gründlicher Überprüfung wurde festgestellt, dass die Stahlträger porös und versprödet sind, die Erneuerung duldet keinen Aufschub mehr. Die Brücke wurde 1960 gebaut.

Zunächst war eine halbseitige Sperrung mit Ampeln geplant. Aus Sicherheitsgründen für die Bauarbeiter entschied sich die DB Netz AG dann aber für eine Vollsperrung. Voraussichtlich dauert sie noch bis 19. Januar. „Wir haben in Absprache mit der Polizei kein Parkverbot im Struhbarg ausgeschildert“, so Engfer. Die Sicherheit für die Schulwege sei entscheidend gewesen.

Durch parkende Autos wird der Verkehr verlangsamt und im Struhbarg gilt eh Tempo 30. Eine weiträumige Umleitung über Ahrensburg ist in Hammoor ausgeschildert worden.

Die Stadtverwaltung hat kaum Einfluss auf die Projekte der Bahn. „Die Verkehrsbehinderungen tun uns leid, wir hätten uns auch mehr Vorlaufzeit gewünscht“, merkt Engfer an. Denn die gravierenden Einschränkungen gerade in der Vorweihnachtszeit seien unglücklich. Die Stadt habe aber ein großes Interesse an der Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen