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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 15:57 Uhr

Fisch-Elm : Die gedämpfte Narretei

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Elmenhorster Karnevalist sind nicht zufrieden mit dem Elkana-Verlauf, denn weniger als die Häfte der Tickets wurden verkauft.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Die Konfettis sind aufgefegt, die erste Runde des „Elmenhorster Karnevals“ in diesem Jahr ist vorbei. Die Stimmung bei der „Elkana I“ war bis um vier Uhr morgens auf der Tanzfläche sehr gut. Ein großer Teil der Besucher blieb, bis das Saallicht anging.

Doch den Organisatoren des EKV war anzusehen, dass sie nicht zufrieden waren. 450 Personen waren verkleidet im 80er-Jahre-Stil in die geschmückte Mehrzweckhalle gekommen. Das klingt nicht schlecht. Wenn man allerdings bedenkt, dass sich die Ticketverkäufe quasi halbiert haben, ist es verständlich, dass immer wieder zu sehen war, wie die Mundwinkel mancher Akteure trotz allem professionellen Bemühen nach unten gingen, wenn sie in die halbleere Halle schauten. Jahrelang war die Elkana dafür bekannt, dass sie bei Vorverkaufsstart ausverkauft war. Elmenhorst war in ganz Norddeutschland als echte Karnevalshochburg bekannt.

Nachdem immer mehr Jugendliche zu der Kultveranstaltung kamen, erhöhte man auf zwei Events. Eine „Elkana“ und einen „Karneval für Junggebliebene“ eine Woche später. Interessanterweise verschob sich das Interesse mehr und mehr auf die zweite Veranstaltung. Seit vergangenem Jahr heißen die Events nun„ Elkana I“ und „Elkana II“, doch die Publikumsabwanderung hin zum auch jetzt schon fast wieder ausverkauften zweiten Abend am 11. Februar setzt sich fort. Bei den Organisatoren macht sich ein wenig Ratlosigkeit breit. Fest steht, dass sich der Vorstand zusammensetzen und beraten wird, wie man die Auftaktveranstaltung wieder attraktiver machen kann oder ob es überhaupt weiterhin zwei Abende geben wird. Als Option sind zum Beispiel schon Liveauftritte diskutiert worden. Eine sicherlich ausverkaufte Hauptveranstaltung könnte eine andere Lösung sein. Schade wäre das für die Auftretenden, die sich monatelang in den Garden vorbereiten – streicht man einen Abend, fehlt eben auch einer der großen Auftritte.

Als Präsident Reiner Solvie am Sonntag seine Teilnahme am erfolgreichen Kinderkarneval überraschend absagte und der Vorstand eilig zusammenkam, meldeten sich beim Stormarner Tageblatt besorgte Elkana-Fans. Hatte das etwa mit den zurückgegangenen Besucherzahlen zu tun? „Nein, es gab nur Missverständnisse, die wir im Vorstand ausräumen konnten“, sagt Solvie. Von Rücktritt mitten in der Session könne keine Rede sein. Das seien falsch gestreute Gerüchte. „Es konnte alles geklärt werden und wir haben natürlich auch weiterhin einen Präsidenten“, so Pressesprecherin und Prinzengarden-Funkenmariechen Carolin Moses.

Die vergangenen Jahre waren insgesamt nicht leicht für den Elmenhorster Verein mit seinen 180 Aktiven, der noch immer Jahr für Jahr eine wirklich sehenswerte und im Umland einzigartige Feier auf die Beine stellt. Das Finanzamt drohte mit der Aberkennung der Gemeinnützigkeit, wenn nicht genug Traditionspflege betrieben wird, und seit dem schlimmen Unglück bei der Loveparade in Duisburg 2010 sind auch in Elmenhorst die Sicherheitsvorkehrungen immer weiter hochgefahren worden. Erfolgreich schaffte man es, gegen Alkoholexzesse von Jugendlichen vorzugehen und ist stolz auf den zumeist komplett friedlichen Verlauf der Feier.

>Sonnabend, 11. Februar, geht es um 19.11 Uhr mit der „Elkana II“ weiter. Es gibt noch wenige Restkarten an der Abendkasse.

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