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Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 07:22 Uhr

Bestanden : Die Friseurbranche belebt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Elf junge Frauen und ein Mann haben in diesem Sommer ihre Lehre erfolgreich absolviert. Freisprechung in Ahrensburg gefeiert. Mindestlohn wird von der Branche begrüßt – Berufsimage hatte unter Niedriglohn-Image gelitten.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Der Mindestlohn hat sich für die Friseurbranche offenbar ausgezahlt. Die Sorgen um den beruflichen Nachwuchs sind dadurch kleiner geworden. „Wir freuen uns darüber, dass unsere Mitarbeiter jetzt gerechter bezahlt werden“, sagte Monika Böhmer. Die Obermeisterin der Stormarner Innung verwies auf 29 Auszubildende, die jetzt ihre Lehre angetreten haben.

„Durch die Debatte um die geringen Löhne vor allem in Ostdeutschland hatte unser Berufsimage gelitten“, sagte auch ihre Stellvertreterin Inga Zimmermann, die auch Vorsitzende der Prüfungskommission ist. Dadurch seien bei vielen Eltern und Schülern Vorurteile geweckt worden. „Durch den Tariflohn steht unser Beruf jetzt besser da“, so Inga Zimmermann. Elf junge Frauen und ein Mann haben in diesem Sommer ihre Gesellenprüfung bestanden, zwei schafften sie nicht. Mit einem festlichen Büfett feierten die meisten von ihnen diesen Erfolg im Ahrensburger Restaurant Strehl. „Sie sind in drei Jahren von Schülern zu Erwachsenen geworden, heute ist der krönende Abschluss“, sagte Monika Böhmer.

Zu einem Glanzlicht sei die überbetriebliche Ausbildung geworden. „Dort habe ich viele fröhliche und interessante Gesichter gesehen.“ Sie erinnerte an die 500-jährige Tradition der Freisprechung zum Abschluss der Ausbildung. Früher hätten die Azubis bei ihren Meistern in Kost und Logis gestanden und hätten gehorchen müssen. „Heute sind auch mal eine Diskussion und ein Widerspruch möglich.“ Und auch das Berufsbild habe sich geändert: „Wir müssen keine Zähne mehr ziehen wie die Bader im Mittelalter.“

Sie haben bestanden:

Jessica Banko, Maike Inken Dieckmann, Pia Friedrich, Laura Jessen, Eva-Lotte Klein, Olena Kozachok, Rudina Limanaj, Svane Lork, Nadja Oetjen, Christian Pittelkow, Tanja Schulz und Carola-Christin Schwarz.  Bereits im Winter haben Margarite Gerken und Lena Dahlwitz ihren Gesellenbrief erhalten.











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