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Stormarner Tageblatt

23. September 2017 | 16:53 Uhr

Die Fotowelt des Harald Popp

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Hamburger Künstler stellt facettenreiches Stillleben in der Trittauer Wassermühle dar / Kinderatelier am 18. Juni

Wer heutzutage ein Bild betrachtet, geht ganz selbstverständlich davon aus, dass es am Computer bearbeitet wurde. Mit diesem Gefühl spielt der Fotokünstler Harald Popp, der vom morgigen Sonnabend an seine facettenreiche Schau in der Wassermühle zeigt. Er arrangiert ganz banale Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Luftballons, Leisten oder Knete zu Stillleben, die er dann fotografiert.

Wirft man einen flüchtigen Blick von weitem auf seine Fotos, denkt man: „Aha, Computergrafik“. Dass es eine fein angeordnete Konstruktion ist, sieht man erst bei der Betrachtung aus der Nähe. „Durch die digitale Fotografie hat sich die Wahrnehmung der Menschen drastisch verändert“, so Popp. Aber auch zu Zeiten der analogen Fotografie sei schon manipuliert worden, heute sei es nur leichter.

Er möchte die Fotografie daher nicht allein unter dem Aspekt der Dokumentation sehen, sondern als Kunst, als Spiel mit Farben und Formen. „Ich spreche der Malerei das alleinige Recht auf Abstraktion ab“, betont er. Stundenlang schiebe er seine Gegenstände herum, bis ihm der Aufbau gefällt. Skizzen macht er vorher nicht.

Verschiedene Serien werden in der Ausstellung gezeigt: Zum einen die „Untitled 500 Copies“. Ein scheinbar immer gleicher Stapel mit 500 Blatt Papier, nur das Motiv des Deckblatts ändert sich ständig. 22 der Bilder hängen in einem Raum der Galerie. „Die Frage ist doch, was bildet den Sockel der Fotografie? Sind es 500 Kopien eines Motivs oder nur jeweils eine?“

Wer in die spannende Fotowelt des Hamburger Künstlers einsteigen möchte, hat dazu von Sonnabend, 28. Mai, bis 24. Juli Zeit. Geöffnet ist jeden Sonnabend und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
Die Vernissage eröffnet am morgen um 16 Uhr in der Wassermühle Dr. Martin Lüdiger von der Sparkasse Holstein. Zur Einführung spricht Dr. Katharina Schlüter. Am Sonntag, 3. Juli, findet um 15 Uhr ein Künstlergespräch in der Ausstellung statt. Das Kinderatelier beschäftigt sich am Sonnabend, 18. Juni, mit der Schau. Anmeldungen unter der Rufnummer (04102) 70781015 oder per Mail kinderatelier@kreis-stormarn.de. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.


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