Bad Oldesloe : Die Flucht nach vorn

Präsentieren die Karriereseite: Marcel Kloska (v.l.), Christoph Schmidt, Henning Görtz, Larissa Bebensee und Wolfgang Krause.
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Präsentieren die Karriereseite: Marcel Kloska (v.l.), Christoph Schmidt, Henning Görtz, Larissa Bebensee und Wolfgang Krause.

Die Kreisverwaltung wirbt mit Aktionen und neuer Webseite für Ausbildungsplätze und Jobs.

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27. Februar 2018, 08:00 Uhr

20 unterschiedliche Berufe, rund 700 Mitarbeiter – der Kreis Stormarn ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. „Wir haben viel zu bieten, wir sind eine moderne Verwaltung, müssen uns nicht verstecken und daher gehen wir damit jetzt auch noch offensiver als zuvor an die Öffentlichkeit“, sagt Larissa Bebensee, Personalchefin der Kreisverwaltung.

„Wir haben immer freien Stellen in den verschiedenen Bereichen. Besonders häufig werden Ärzte, Sozialpädagogen und Ingenieure gesucht. Allein im vergangenen Jahr haben wir 80 Stellen neu besetzt“, berichtet Landrat Dr. Henning Görtz. Bebensee und Görtz betonen aber, dass sie keinen falschen Eindruck mit der großen Karriere-Initiative vermitteln wollen. „Wir sind nicht verzweifelt und haben keine Bewerber oder haben Sorgen, dass niemand zu uns will. Die Zeiten haben sich nur geändert und wir wollen uns ganz selbstbewusst auch als Arbeitgeber präsentieren und natürlich auch vor allem Schulabgänger mit einem attraktiven Angebot für uns gewinnen“, so Bebensee. „Es gibt drei Gründe, weshalb wir immer Nachwuchs brauchen. Erstens gehen durch den demographischen Wandel mehr Menschen in Pension als wir Auszubildende haben, zweitens gibt es eine normale Fluktuation durch Kündigungen und drittens kommen stetig neue Herausforderungen, sei es die Flüchtlingskrise oder auch weniger populäre Themen wie das Unterhaltsvorschussgesetz“, erklärt Görtz.

Gemeinsam mit der auf Personalmarketing spezialisierten Agentur „Dr. Schmidt und Partner“ wurde analysiert, welche Alleinstellungsmerkmale der Kreis als Arbeitgeber hat. Mit einer Fotoserie, von denen einige Bilder für die neue Karriereseite auf der Kreishomepage genutzt wurden, sollen die Mitarbeiter ins richtige Licht gerückt werden. „Was wir machen ist nicht angestaubt oder langweilig. Die Aufgabenbereiche sind vielfältig und vor allem kann man innerhalb eines Arbeitgebers in unterschiedlichste Bereiche wechseln – wo hat man das schon?“, sagt Wolfgang Krause, Leiter des Fachbereichs „Inneres“ in der Kreisverwaltung. Wichtig sei es, mit Vorurteilen rund um die Jobs in der Verwaltung aufzuräumen. Vielen Schulabgängern aber selbst Bewerbern seien manche Aufstiegsmöglichkeiten gar nicht bekannt, die sich bieten können. Als weitere Maßnahme sei die Zahl der Ausbildungsplätze insgesamt von acht auf 16 verdoppelt worden. „Da kommen wir aber allein wegen des Platzes dann auch an das Ende der Fahnenstange“, so Landrat Görtz.

Damit die Information über eine Verwaltungslaufbahn einfach möglich ist, hat Christoph Schmidt, Mitarbeiter der Kreises, einen neuen Karriere-Bereich auf der Homepage freigeschaltet. „Ab dem Wochenende können sich Bewerber dort auch online melden“, erklärt Krause. Insgesamt seien die Infos nun gebündelter, detaillierter und schnell erreichbar.

Doch damit nicht genug: Radiowerbung, Plakate und Postkarten sollen zukünftig auf die Ausbildungs- und auch Stellenangebote beim Kreis hinweisen. Entsprechende Pläne wurden mit der beauftragten Agentur entworfen. „Unser Auftrag ist es, die Kreisverwaltung als den attraktiven Arbeitsplatz zu präsentieren, den es dort gibt“, so Marcel Kloska von der Agentur „Dr.Schmidt & Partner“.

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