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Richtfest in Ahrensburg : Die ersten Kinder auf „lebendigen Fluren“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Richtfest in Ahrensburg an der Grundschule am Schloss . Hier wird das Konzept „Inklusive-kooperative Beschulung“ in die tat umgesetzt

Das Richtfest am Neubaus auf dem Gelände der Grundschule am Schloss wurde in Anwesenheit von Eltern und Kindern, Vertretern der Ahrensburger Politik sowie dem Bürgermeister Michael Sarach gefeiert. Der Neubau soll einerseits Platz für die Schüler aus dem entstehenden Erlenhof-Gebiet bieten, neben der Grundschule und dem Awo-Hort werden aber auch die Kinder der Woldenhorn-Schule, dem Förderzentrum mit Schwerpunkt in Geistiger Entwicklung, die Räume nutzen.

„Inklusive-kooperative Beschulung“ nennt sich das Modell. Bereits seit 2011 werden jeweils zwei Klassen der Woldenhorn-Schule und der Grundschule gemeinsam betreut. „Sie haben gemeinsam Unterricht in verschiedenen Fächern: Sport, Kunst, Mathe und Deutsch. Darüber hinaus führen wir pro Schuljahr zwei Projektwochen durch, eine mit dem Thema Schulregeln und eine Buchwoche“, erklärt Jens Lehmann, der Rektor der Grundschule am Schloss. Mit der Fertigstellung des Gebäudes, das planmäßig rund 4 Millionen Euro kosten soll, werden dann vier Klassen der Grundschule eine Partnerschaft mit den Woldenhorn-Schülern haben.

Dieses Konzept, das von zwei Schulträgern, der Stadt Ahrensburg und dem Kreis Stormarn, unterstützt wird, wird im aktuellen Bericht der Landesregierung Schleswig-Holsteins als „innovativ“ gelobt. Auch der Bürgermeister Michael Sarach (SPD) drückte in seiner Ansprache den Wunsch aus, dass dieses Modell auch in anderen Regionen Anklang finden möge.

Das neue Gebäude soll weitere Verbesserungen bringen: Neben Klassen- und Verwaltungsräumen entstehen auch Therapie- und Multifunktionsräume. Barrierefreiheit in dem zweistöckigen Gebäude ermöglicht ein Aufzug.

Weitere Besonderheiten des Konzepts erklärt die Architektin und Bauleiterin Alexandra Merten: „Es wird Sportboden verlegt. Der erfüllt eine taktile Funktion. So merken beispielsweise sehbehinderte Kinder, dass sie sich dem Schulgelände nähern. Die Klassenzimmer werden von zwei Seiten beleuchtet, um Blendungen zu verhindern.“

„Hier werden immer Kinder sein“, freut sich Henning Rohwedder, Leiter der Woldenhorn-Schule. „Das werden lebendige Flure“. Aufgeregtes Kreischen und Lachen der Hort-Kinder erfüllte schon am Freitag den Rohbau. Rohwedder bedauerte ein bisschen, dass seine Schülerinnen und Schüler aufgrund der Terminplanung nicht dabei sein konnten: „Bei uns endet der Unterricht schon um 12.15 Uhr und viele Kinder kommen aus dem Kreisgebiet und werden dann mit Bussen nachhause gebracht.“ So müssen die Woldenhorn-Schüler noch warten, bis sie ihre neuen Unterrichtsräume erkunden können. Die Fertigstellung des gesamten Neubaus ist für Herbst 2015 geplant.

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