Gedenktag : Die Erinnerung wachhalten

Karin Hoffmann von „Oldesloe liest“ trägt ein Gedicht vor. Links daneben: Gerd Günther Finck, Walter Albrecht und Bürgermeister Tassilo von Bary.
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Karin Hoffmann von „Oldesloe liest“ trägt ein Gedicht vor. Links daneben: Gerd Günther Finck, Walter Albrecht und Bürgermeister Tassilo von Bary.

Auch in Bad Oldesloe wurde der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 69 Jahren gedacht. Am Stolperstein in der Hindenburgstraße wurden Gedichte vorgetragen. Viele Passanten gingen einfach vorbei.

shz.de von
28. Januar 2014, 00:34 Uhr

Am 27. Januar 1945, also vor genau 69 Jahren, wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die sowjetische Armee befreit. „Im ganzen Land gedenken heute Menschen der Opfer des Faschismus“, betonte Tassilo von Bary, Bürgermeister von Bad Oldesloe, bei seinen Grußworten in der Hindenburgstraße.

Am Stolperstein für Hans Wöltje hatten sich gestern engagierte Büger der Stadt versammelt, um an das Grauen des Ersten und Zweiten Wekltkrieg zu erinnern. Karin Hoffmann vom Freundeskreis „Oldesloe liest“ trug ein Gedicht von Ruth Krüger vor mit dem Titel „Der Kamin“. Es entstand im KZ Birkenau. Dort sah die Dichterin bei den stundenlangen Appellen den rauchenden Schornstein der Verbrennungsanlage. Gerd Günther Finck zitierte Paul von Schoenaich mit seinem Schlüssen aus den Erfahrungen im Ersten Weltkrieg, dessen Beginn sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Walter Albrecht von „Oldesloe gegen rechts“ mahnte an: „Das Erinnern darf nie aufhören.“

Während des kurzen Treffens gingen viele Passanten an der Gruppe von etwa 15 Personen vorüber. „Ein bisschen mehr Anteilnahme hätte ich mir schon gewünscht“, so Tassilo von Bary.

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