Reinbek, Glinde : Die AWSH muss mehr tun!

Problem Müllentsorgung: Nicht nur in Bad Oldesloe sieht es derzeit so aus.
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Problem Müllentsorgung: Nicht nur in Bad Oldesloe sieht es derzeit so aus.

Informationspolitik der Abfallwirtschaft ruft jetzt die Bürgermeister auf den Plan.

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11. Juni 2018, 06:00 Uhr

Die verspätete Abholung der Restmüll- und Biotonnen ruft die Bürgermeister von Barsbüttel, Glinde, Reinbek und Wentorf auf den Plan. Thomas Schreitmüller, Rainhard Zug, Björn Warmer und Dirk Petersen kritisieren die Informationspolitik der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWSH). Ihnen sei zwar dargelegt worden, wie die Verspätungen zustande kommen, es fehle aber an einer umfangreichen Aufklärung der AWSH gegenüber ihren Kunden sowie an einer klaren und transparenten Lösungsstrategie für dieses dringende Problem.

„Bei uns in Glinde stehen die Bürger Schlange und machen ihrem Ärger Luft“, sagte Rainhard Zug. Dabei liege die Verantwortung für die Organisation der Müllentsorgung nicht bei den Gemeinden und Städten, „die Kreise haben das zu leisten und mit ihnen die beauftragten Müllentsorger.“ Björn Warmer: „Wir würden ja gern helfen, wenn wir könnten.“

Der Stadt Reinbek sei von der AWSH mitgeteilt worden, dass die durchschnittliche Verzögerung bei der Abfuhr der Tonnen bei einem Tag läge. „Das ist sicherlich ärgerlich, lässt sich aber eine Zeit verschmerzen“, so Warmer, „tatsächlich stehen die Tonnen in unseren Städten aber auch mal vier oder fünf Arbeitstage an den Straßen, und das ist vor allem bei den stinkenden Biotonnen und bei diesen Außentemperaturen kein Spaß mehr.“

Warmer verlangt zusammen mit den anderen Bürgermeistern klare, tagesaktuelle Abfuhrpläne von der AWSH, die online oder über die AWSH-App abgerufen werden können.

Für den Unmut der Bürger habe man Verständnis, die Verwaltungschefs bitten aber darum, sich direkt an die richtigen Ansprechpartner bei der AWSH zu wenden.

Der Reinbeker SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Müller hält das Angebot der AWSH, Haus- und Biomüll kostenlos bei den Recyclinghöfen abzugeben, für völlig unzureichend. Viele hätten kein Auto und oder keine Möglichkeit, die Recyclinghöfe während der regulären Öffnungszeiten zu erreichen. Von der AWSH erwartet man, dass sie allen Betroffenen kostenlos und automatisch zusätzliche Müllsäcke zur Verfügung stellt, bis das Chaos beseitigt ist.

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