Die "Arge" zahlt für die Schule

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21. Juli 2009, 12:46 Uhr

Bad Oldesloe | In den Geschäften sind die Vorboten des kommenden Schuljahrs nicht mehr zu übersehen: Hefte, Stifte und Ranzen in allen Farben türmen sich in den Läden und erinnern daran, dass nach der schönsten Zeit wieder der Alltag einkehren wird. Für Arbeitslosengeld II-Bezieher gibt es erstmals ab diesem Jahr einen finanziellen Zuschuss für den Schulbesuch in Höhe von 100 Euro pro Kind. Er wird zum 1. August zusammen mit der Regelleistung ausgezahlt und bedarf keines besonderen Antrages.

Bei Minderjährigen, die am 1. August zwischen sechs und 14 Jahren alt sind, geht die Arge aufgrund der allgemeinen Schulpflicht davon aus, dass die Voraussetzungen für die Beihilfe vorliegen. "Lediglich die Einschulung muss nachgewiesen werden", so Doris Ziethen-Rennholz, Geschäftsführerin der Arge Stormarn.

Wer mit der August-Zahlung kein Extrageld bekommt, sollte sich umgehend mit der Sachbearbeitung der Arge in Verbindung setzen. Das, so Ziethen-Rennholz, gelte besonders für Schüler zwischen 15 und 25 Jahren. Sie müssen Nachweise vorlegen, welche allgemein- oder berufsbildende Schule sie besuchen und wann sie voraussichtlich den Abschluss machen. Gleichzeitig appelliert sie an die Schulen, die Bescheinigungen schnellstmöglich auszustellen, damit die zusätzliche Leistung gewährt werden kann.

Die Bescheinigungen können in den Arges in Bad Oldesloe, Ahrensburg oder Reinbek abgegeben werden. Die sind auch in den Ferien geöffnet, montags - freitags von 8 bis 12 Uhr. Wer die Schulbescheinigung nicht rechtzeitig organisieren kann, erhält die Beihilfe auch noch nach dem 1. August. Im vergangenen Jahr waren die 100 Euro für jedes Schulkind gesetzlich eingeführt worden - allerdings nur bis zur 10. Klasse. Das ist in diesem Jahr geändert worden. Die Arge Stormarn zahlte im vergangenen Jahr über 140 000 Euro an die Eltern von mehr als 1400 Kindern aus. Eine Überprüfung, ob das Geld tatsächlich für den Schulbedarf verwendet wird, gibt es nicht. In der Politik war beispielsweise gefordert worden, dass sich die Arges Quittungen vorlegen lassen sollten.

"Wer soll das überprüfen. Das können wir personell überhaupt nicht leisten", so Doris Ziethen-Rennholz. Wenn man wirklich eine Kontrolle wolle, müsse man Gutscheine ausgeben. Nur dann könne man ausschließen, dass das Geld für etwas anderes verwendet werde.

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