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Bad Oldesloe : Die anderen halten sich noch bedeckt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Eine Kandidatin für die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe nächstes Jahr steht fest. Die anderen Parteien denken aber noch nicht daran, sich festzulegen oder in die Karten blicken zu lassen.

Die erste Kandidatin ist nominiert. Die SPD schickt ihre Fraktionschefin Maria Herrmann ins Rennen um den Bürgermeistersessel. Und wie bewerten die anderen Parteien die Bewerbung? Kurz gefasst: Gar nicht.

„Das ist die Entscheidung der SPD. Die haben wir nicht zu kommentieren“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Möller (l.). „Maria Herrmann ist eine gute Kandidatin für die SPD“, äußert sich Grünen-Chef Dr. Hartmut Jokisch (u.), allerdings nicht, ohne sofort ein Aber hinterherzuschieben: „Wir werden unseren Kandidaten oder Kandidatin beim Neujahrsempfang vorstellen.“ Die Entscheidung sei gefallen. Details wolle er aber nicht nennen. „Nicht mal die Haarfarbe“, so Hartmut Jokisch.

So weit ist die CDU noch nicht. Möller: „Wir haben eine Kommission, die mit Personen Gespräche führt.“ Er gehöre „glücklicherweise“ nicht zu dem Team: „Da muss ich als Fraktionsvorsitzender nicht auch noch rumturnen. Da sollen mal Jüngere ran.“ Er sagt offen, dass er keine Ambitionen auf den Bürgermeisterposten hat. Was nicht bedeuten muss, dass ihn die Findungskommission nicht für den geeigneten Kandidaten halten könnte. „Dann müsste man aber mal Gespräche mit mir führen.“

Auch die FDP ist noch auf der Suche. „Wir schauen uns in aller Ruhe an, welche Kandidaten sich vorstellen. In unseren eigenen Reihen führen wir Gespräche“, erklärt die stellvertretende Bezirksvorsitzende Anita Klahn (r.): „Allerdings glaube ich nicht, dass wir einen eigenen Kandidaten aufstellen. Wenn, dann in Kooperation.“ Das Anforderungsprofil der Liberalen ist klar: Verwaltungserfahrung, gerne auch Leitungserfahrung. „Der oder diejenige muss in der Lage sein, unsere Stadt in schwierigen Zeiten in ruhigeres Fahrwasser zu bringen“, so Klahn: „Finanzen, Flüchtlinge, Kultur- und Bildungszentrum – da haben wir einige dicke Brocken zu bewältigen.“ Rückblickend räumt sie allerdings ein: „Grundsätzlich hatte Tassilo von Bary optimale Voraussetzungen. Dass es dann anders gekommen ist, ist schade.“ Und noch etwas hat sie festgestellt: „Oldesloe wählt oftmals nicht für jemanden, sondern gegen jemanden. Das ist schade.“ Von FBO und Linken war keine Stellungnahme zu bekommen.

Potenzielle Kandidaten haben noch Zeit. Bewerbungsschluss für die Wahl am 5. Juni ist der 18. April, 18 Uhr. Zwei unabhängigen Kandidaten hat die Verwaltung bereits die benötigten Vordrucke ausgehändigt. „Mit einem dritten sind wir in der Beratungsphase“, sagt Hauptamtsleiter Malte Schaarmann. Wer nicht von einer der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien nominiert wird, muss zur Bewerbung 135 Unterschriften von Oldesloer Unterstützern sammeln und pünktlich einreichen. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, wird die am 19. Juni angesetzt. Ein mit Bedacht gewählter Termin, so Schaarmann: „Wir haben aufgepasst, dass das nicht mit der Fußball-Europameisterschaft kollidiert. Deutschland würde erst um 21 Uhr spielen – da sollten wir durch sein.“

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 02.Dez.2015 | 18:18 Uhr

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