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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:15 Uhr

Rümpel : Die 100000-Liter-Kuh

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Verein der Holsteinerzüchter kürt in Rümpel Ems, die 100 000-Liter-Kuh, und weitere herausragende Leistungen

Es ist schier unvorstellbar, dass eine Kuh in der Lage ist, ihrem Leben mehr als 100 000 Liter Milch zu geben. Allerdings: Nicht jede Kuh schafft das, und so bleibt es auch im Verein der Holsteinerzüchter etwas Besonders,wenn solche Exemplare die 100 000-Liter Marke erreichen. Auf dem jüngsten Züchterabend des Vereins konnten insgesamt elf Kühe für die herausragende Leistung geehrt werden.

Mit der zwölfjährigen Ems gehörte eine davon der Gastgeberfamilie Hoeppner. Edda, ebenfalls eine Milchkuh aus dem Betrieb, hat es nicht ganz geschafft. „Sie hatte bis zum Stichtag im vergangenen Jahr nur 99 999 Liter erzielt“, sagte Hermann Hoeppner. Inzwischen gehört aber auch Edda zum erlauchten Kreis der 100 000- Liter-Kühe in Stormarn.

Dem Verein der Holsteinerzüchter Kreis Stormarn gehören rund 90 Mitglieder an. „Allerdings haben davon nur noch etwa 65 Betriebe tatsächlich Rinderhaltung“, so Jörn-Thore Heesch von Rinderzuchtverband Schleswig-Holstein.

In Stormarn haben die Betriebe im Schnitt 87 Milchkühe zuzüglich Nachzuchten. Der Betrieb der Familie Hoeppner, der bereits in der dritten Generation geführt wird, hat insgesamt 70 Milchkühe auf dem Hof. „Derzeit sind aber nur 60 davon in der Milchproduktion“, so Hermann Hoeppner. Er liefert seine Milch an eine große Molkerei. „Wir produzieren hier Weidemilch. Das bedeutet, dass die Kühe an 120 Tagen im Jahr jeweils mindestens sechs Stunden auf der Weide sein müssen“, so der Landwirt. Die restliche Zeit können die Kühe in dem 1995 neu gebauten großzügigen Stall mit seinen 50 Liegeboxen verbringen. Im Jahr 2001 hat der Betrieb noch ein Jungviehstall mit 50 Liegeboxen angebaut.

Der Betrieb der Familie, den Hermann Hoeppner gemeinsam mit seinem Sohn Johannes führt, hat insgesamt eine Größe von 95 Hektar. Davon sind 42 Hektar Grünland, auf denen die Kühe weiden können. Acht Hektar sind extensiv genutztes Grünland und 45 Hektar sind Ackerland. Darauf werden Silomais (14 Hektar), Raps (13 Hektar) sowie Gerste und Weizen auf jeweils neun Hektar angebaut. Gefüttert werden die Milchkühe hauptsächlich mit Gras- und Maissilage. Hinzu kommen auch noch Raps-Soja Trockenschnitzel und Mineralstoffe.

Im vergangenen Jahr gingen die Züchter der Rotbunten in den Verein der schwarzbunten Milchkühe mit ein. Im Schnitt haben die dem Zuchtverband angehörenden Betriebe 87 Milchkühe plus die Nachzuchten. „Stormarn ist keine ausgesprochene Milchkuhregion“, sagte Christian Fischer aus Brunsbek. Er ist der 2. Vorsitzende der Stormarner Holsteinerzüchter.

Milchbetriebe im nördlichen Schleswig-Holstein hätten im Schnitt rund 100 Kühe. Allerdings sei die Zahl der Betriebe in Stormarn derzeit konstant. „Im Schnitt geben Milchkühe etwa 30 kg pro Tag“, so Fischer. Um die 100000 Liter zu schaffen muss eine Kuh sehr gesund sein und mindestens über zehn Jahre konstant ihre Milchleistung bringen. „Die Lebensleistung einer Kuh liegt im Mittel in Schleswig-Holstein bei 27 000 Kilogramm Milch.

Insgesamt konnte Fischer auf dem Zuchtabend elf Kühe von acht Stormarner Betrieben auszeichnen. Die andere Milchkühe gehören zu den Betrieben Ellerbrock aus Westerau, Fischer aus Brunsbek, Burmeister aus Rausdorf und dem Milchhof Wesenberg. Gleich zwei 100 000 Liter Kühe stehen in den Betrieben Lienau-Jöhnk in Neritz, Kaack KG in Ratzbek und dem Milchhof Steenrade.






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