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„Dialogverfahren Ostküstenleitung“ wird fortgesetzt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 14.Mär.2016 | 11:43 Uhr

Nach dem Auftakt in Ratekau geht das „Dialogverfahren Ostküstenleitung“ am morgigen Mittwoch im Gemeinschaftshaus Travenbrück weiter. Dort sowie am Donnerstag, 17. März , im Bürgerhaus Itzstedt und am 21. März im Gemeinschaftshaus Mönkhagen werden mögliche Abschnitte für die Verlegung von Erdkabeln vorgestellt.

Jeweils ab 18 Uhr wird Staatssekretärin Dr. Ingrid Nestle aus dem Ministerium die Planungsgrundsätze vorstellen. Weitere Referenten sind Uwe Herrmann vom Planungsbüro BHF Landschaftsarchitekten und Vertreter von Tennet. Die Moderation übernimmt wieder Dr. Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe

Da die Ostküstenleitung als Pilotregion zur Erprobung von Erdverkabelung anerkannt wurde, ist auf bestimmten Streckenabschnitten die Verlegung in das Erdreich möglich. Die Technik ist noch neu, der Preis drei bis fünf Mal höher als bei Freileitungen. Das Hauptkriterium für Erdverkabelung, die Nähe zu Wohnsiedlungen, ist im Stormarner Bereich kaum gegeben. Die 380  KV-Trasse soll dort verlaufen, wo bereits die 220  V-Leitung ist. Die Grobkartierung bis hin zu den Standorten für die Masten ist erfolgt, „und wir haben auch bereits mit Eigentümern gesprochen“, so John-Karl Herrmann, Referent Bürgerkommunikation bei der Tennet.

Zu den Prüfbereichen für eine Erdverkabelung gehören bislang Henstedt-Ulzburg und Kisdorferwohld. „Bei der Veranstaltung in Ratekau hat sich gezeigt, dass manche denken, dass die gesamte Ostküstenleitung nun unter die Erde gelegt würde und das Kabel nur armdick ist“, sagt Herrmann. Tatsächlich wären Erdkabel sogar dicker als die Freileitungen, weil sie isoliert werden müssen und die Übertragungskapazität geringer ist.

Bei der geplanten 380 kV- Leitung würden etwa alle 400 Meter 60 Meter hohe Masten aufgestellt, die wesentlich breiter und höher als bei 220 KV sind. Für eine Erdverkabelung müssten zwei Gräben mit je sechs Kabeln gebuddelt werden, die zudem untereinander mindestens 60 cm Abstand haben müssten. Da die Kabel nicht endlos sind, würde es etwa alle 800 Meter eine Muffenstation geben. Ackerbau ist möglich, es muss aber ein Streifen von 20 bis 30 Metern von tiefwurzelnden Pflanzen freigehalten werden.

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