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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 09:22 Uhr

Deutlicher Vorsprung an der Spitze

vom

Der Halbmarathonlauf: Lars Rösler und Sabine Andres waren mit Abstand die Schnellsten

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Itzehoe | Die lange Anreise von Jena nach Itzehoe hatte sich für Lars Rösler (1:12:41) gelohnt: Dem exzellenten Laufvermögen des Langstrecklers hatte auf der 21,1 Kilometer langen Strecke niemand etwas entgegen zu setzen. Und so siegte der Thüringer mit über zwei Minuten Vorsprung vor Dieter Schwarzkopf (1:14:45/Bohren) und noch klarerer Distanz vor Andreas Ehlers (1:20:38/Hingstheide).

Seines Sieges war sich Lars Rösler über lange Zeit nicht sicher: "Ich dachte, Dieter macht das Rennen." Doch der spätere Zweitplatzierte fiel an einer Stelle ab, die es in sich hatte: "Am langen Anstieg vor Münsterdorf, da haben meine Beine dicht gemacht, da konnte ich nicht mehr folgen."

Beide Spitzenläufer schwärmten nach dem Wettkampf von der abwechslungsreichen Strecke und der guten Stimmung, die die Zuschauer am Streckenrand verbreiteten: "Mich haben sie an der Stelle gepusht, als ich bei Münsterdorf nicht mehr konnte", freute sich Dieter Schwarzkopf über unerwartete Unterstützung von begeisterten Zuschauern.

Dass Lars Rösler überhaupt in den Kreis Steinburg kommen konnte, hat eine einfache Erklärung. Mit Andreas Bünz habe er in Hohenlockstedt einen Bekannten, der ihm den Störlauf schmackhaft gemacht habe.

Seines guten dritten Platzes war sich Andreas Ehlers ebenfalls lange Zeit nicht sicher: "Bis Kilometer 13 war Matthias Rotzoll an mir dran, dann fiel er leicht ab, und ich habe mir gesagt, Jetzt oder nie." Und so entschied sich der Hingstheider für einen Lauf "am Anschlag" und gab wie gewohnt alles. Dennoch habe er mit den Anderen gerechnet: "Der Vierte war nicht weit entfernt. Zum Glück ist er nicht aufgelaufen. Aber wenn, dann wäre es um mich geschehen gewesen."

Und dieser Vierte, das war Björn Tietz (1:20:59), der nach gut zweidrittel der Strecke Matthias Rotzoll "einsammelte", und am Ende zwölf Sekunden Vorsprung vor dem Fünften hatte. Das Erfreuliche für Björn Tietz: "Ich habe mich gegenüber dem vergangenen Jahr um drei Minuten verbessert." Der Grund für die Leistungssteigerung: "Ich trainiere für den Iron Man, da bleibt es nicht aus, dass man gut vorbereitet in einen Halbmarathon geht." Vom Rennverlauf war es für ihn so, dass er bis Kilometer zehn Kopf an Kopf in einer sechsköpfigen Verfolgergruppe lief, "die sich nach und nach aber auflöste."

Noch am Cirencester Park versuchte Sabine Andres (1:28:47/Schleswig), Zeit gut zu machen. Und so sprintete sie kraftvoll dem Ziel entgegen. Grund hatte die Siegerin: "Ich bin nach 500 Metern gestürzt." Das hatte Sekunden gekostet, die ihr letztlich aber nicht fehlten: "Ich habe mich von Anfang an abgesetzt und hatte in Oelixdorf 100 Meter Vorsprung vor der Zweiten." Und das war Miriam Hübner (1:30:11) aus Elmshorn, die nach der Schleife in Richtung Charlottenhöhe weitern Boden verlor. Mit einer Bestzeit von 1:27:58 Stunden angereist, hatte Sabine Andres dennoch nicht mit dem Sieg gerechnet. In erster Linie laufe sie gegen die Uhr, um Bestzeiten zu erzielen: "Die Plätze kommen dann von ganz alleine." Den halben Marathon beim Störlauf bezeichnete Sabine Andres als ihren "Lieblingslauf". Grund: "Er ist abwechslungsreich, gut organisiert, und die Stimmung an der Strecke ist gut - rechts und links sind überall Leute." Und die Strecke? "Sie ist anspruchsvoll, aber schön. Sie passt, und ist besser, als nur geradeaus zu laufen."

Doch von der Papierform her, da war Miriam Hübner die klare Favoritin. Doch ihre persönliche Bestzeit von 1:27:01 Stunden verfehlte sie deutlich: "Sabine lief sehr schnell los. Das wollte ich nicht, um nach hinten noch Kraft zu haben. Doch das klappte nicht." Von dieser Schwäche konnten Silke Nordmann (1:32:52/Büdelsdorf), Susanne Schönebeck (1:36:28/Kremperheide) oder Bettina Buch-Nielsen (1:38:41) aber nicht profitieren. Den Grund für sich sah Susanne Schönebeck darin: "Ich habe den Hamburg-Marathon gut verdaut, aber momentan fehlen mir Spritzigkeit und Tempohärte." Sportliche Voraussetzungen, die Sandra Friedrichsen (1:40:16/Norderstedt) als Siebte nicht fehlen, auch wenn es ihr nicht gelungen war, die Sechste, Katja Sachau (1:39:52/Heide), noch vor der Ziellinie abzufangen: "Ich habe zu spät angegriffen."

Überglücklich im Ziel: Ute Krause aus Itzehoe. Die Seniorenlandesmeisterin (W45) auf der Straße lief bei ihrem ersten Halbmarathon eine Landesspitzenzeit für ihre Altersklasse: 1:40:50.

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