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Dethlefs mit "Hackengas - Christin Liedtke nicht zu schlagen

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Itzehoe | Siebter Start in Itzehoe, siebter Sieg - auch in diesem Jahr war Pascal Dethlefs (33:07) über die zehn Kilometer das Maß der Dinge. Seinem Laufvermögen hatte niemand im Läuferfeld etwas entgegen zu setzen. Von Anfang an setzte sich der Seriensieger und Streckenrekordinhaber (32:14) vom übrigen Feld ab und lief dabei ein einsames Rennen gegen die Uhr.

Entsprechend groß war die Freude, als er über die Ziellinie lief und mit den Fingern seinen siebten Störlauf-Erfolg anzeigte. Sein Wunsch, unter 33 Minuten zu bleiben, ging aber nicht in Erfüllung: "Ich bin zu schnell angegangen und habe zwischen Kilometer siebeneinhalb und achteinhalb Zeit gelassen", erklärte der Sieger seinen zeitlichen Verlust. Dabei wären die Bedingungen für ein schnelleres Rennen durchaus gegeben gewesen: "Wir hatten keinen Regen und keinen Sturm, und das Publikum an der Strecke war gut. Aber der Einbruch kam an der Stelle am Deich, wo keine Zuschauer mehr standen."

Ganz Sportsmann, wartete Pascal Dethlefs das Eintreffen der Nächstplatzierten im Zielbereich ab. Beim Anblick seiner verschmutzten Kleidung und seiner mit Dreck bedeckten Beine, fand ein Zuschauer dann auch eine Erklärung für das Äußere des Siegers: "Das ist Hackengas."

Viel besser sahen die übrigen Läufer aber auch nicht aus, von denen Kai Neumann (37:21/Itzehoe), Hannes Boyke (38:01/Kiel) und Marco Thielke (38:43/Bad Schwartau) die Schnellsten waren. Beim Blick auf die Uhr und im Bewusstsein, sich bei einem Störlauf erstmals einen Podiumsplatz erlaufen zu haben, zeigte auch Kai Neumann Gefühle und stellte für sich selbst fest: "Ich bin gut gelaufen." Auf Pascal Dethlefs habe er sich nicht konzentriert: "Den habe ich ziehen lassen, denn ich weiß ja, wie stark er ist." Seine Anerkennung für die Leistung des gertenschlanken Kai Neumann formulierte SCI-Vorsitzender Gerd Freiwald so: "Du bist gut, aber es ist ja auch nicht viel Gewicht an dir."

Großes hatten im Rennen auch die beiden Spitzenläuferinnen, Christin Liedtke (40:15/Klein-Nordende) und Stefanie Zietan (40:41/Büdelsdorf), vor. Um die 40 Minuten zu unterbieten pushten sie sich gegenseitig und liefen lange Zeit gemeinsam dem Ziel entgegen. Weil einen Kilometer vor Schluss für beide aber feststand, dass sie die 40 Minuten nicht mehr unterbieten können, spielte Christin Liedtke ihre wahre Leistungsstärke aus und siegte letztlich unangefochten. "Ich habe es nicht geschafft, obwohl Christin mir geholfen hat", formulierte die leicht enttäuschte Zweitplatzierte im Ziel.

Völlig erschöpft aber rundum zufrieden war im Ziel Sabine Eim. Die Itzehoerin hatte die für die Altersklasse W45 eine Top-Zeit von 42:33 Minuten hingelegt und war dafür "voll durchgelaufen". Noch am Schloss Breitenburg habe sie Kontakt zu den beiden Führungsläufern gehabt: "Doch dann konnte ich nicht mehr folgen. Ich bin aber froh, dass ich noch so viele Kräfte hatte, um für mich selbst Schritt zu halten." Und das war dann auch die Grundlage für die letztlich sehr starke Vorstellung der Senioren-Läuferin.

Nach eigenem Bekunden "echt gut" lief es für die Viertplatzierte, Svea Gerulat (43:54/Wilster), die es sogar schaffte, die stärker eingeschätzte Iris Koch (44:39/Itzehoe) bei Kilometer acht zu überholen. Um aber um an Sabine Eim heranzulaufen, dafür habe es bei ihr nicht mehr gelangt. Und: "Ich wollte mich auch nicht so quälen, dass ich nach Luft schnappe." Auch im vergangenen Jahr hatte Svea Gerulat den vierten Platz belegt.

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