Nullnummer : Des einen Freud’ des anderen Leid

Lieferten sich packende Zweikämpfe: Tremsbüttels Jonas Fahrenkrog (li.) und Oldesloes Kapitän Kemal Akin.
Lieferten sich packende Zweikämpfe: Tremsbüttels Jonas Fahrenkrog (li.) und Oldesloes Kapitän Kemal Akin.

Im Stormarnderby der Fußball-Verbandsliga trennen sich der VfL Tremsbüttel und der VfL Oldesloe 0:0. Ein Ergebnis, das in beiden Lagern unterschiedliche Emotionen hervor ruft.

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25. November 2013, 07:57 Uhr

Die einen jubelten, die anderen trauerten, als der Schlusspfiff ertönte. Unterschiedlicher hätte die Gefühlslage kaum sein können – auch wenn das Ergebnis so gar nicht dazu passte. Denn der VfL Tremsbüttel und der VfL Oldesloe hatten sich im Stormarnderby der Fußball-Verbandsliga gerade leistungsgerecht 0:0 getrennt.

Für die Gastgeber fühlte sich die Nullnummer wie eine Niederlage an. Zu groß war zuvor die Erwartungshaltung gewesen. Gegen kriselnde Oldesloer wollten die Tremsbüttler die 30 Punkte-Marke knacken. Dass die Oldesloer trotz des Remis’ jubelten, war auf die letzten Auftritte zurückzuführen. Nach zwei derben Pleiten mit 1:13 Toren ging es zunächst darum, kein weiteres Mal unter die Räder zu geraten. Entsprechend den Emotionen nach dem Abpfiff fiel auch die Beurteilungen des Unentschiedens unterschiedlich aus. „Ich bin voll zufrieden. Die Mannschaft hat gut gekämpft, sehr gut und konzentriert verteidigt und die richtige Reaktion nach den beiden heftigen Niederlagen gezeigt“, hielt Oldesloes Coach Sven Buntfuß eine Lobrede. „Wir haben Tremsbüttel das Leben sehr, sehr schwer gemacht, sie kamen nicht zur Entfaltung. Das war unser Ziel“, unterstrich Buntfuß.

Sein Gegenüber Marco Schier war weniger begeistert. „Zu der zweiten Halbzeit fallen mir keine Worte ein. Das war gar nichts. Ich bin maßlos enttäuscht und kann gar nicht beschreiben, was ich da gesehen habe“, nörgelte der Coach der Gastgeber. „Oldesloe war zwar nach vorne auch nicht wirklich gefährlich. Aber warum wir uns so einschläfern lassen und uns dem schwachen Spiel der Gäste anpassen, ist mir schleierhaft.“

Tatsächlich war es eine ereignisarme Partie, in der ein defensiv eingestellter VfL Oldesloe den höheren Einsatzwillen zeigte. Die Offensivaktionen der Gäste stellten die Tremsbütteler allerdings nur selten vor echte Probleme. Marcel Kupka hatte in der 45. Minute die größte Chance der Partie, als er frei vor dem Kasten der Gastgeber vergab.

Auf der Gegenseite verpasste Jascha Fahrenkrog (44., 65.) gleich zwei Mal die mögliche Führung nur um Haaresbreite. Viel mehr Chancen erspielten sich beide Teams allerdings nicht. Oldesloe warf sich in jeden Zweikampf und nahm den Tremsbüttelern so offensichtlich die Lust am Spiel. Die Heimmannschaft agierte vor allem in der zweiten Halbzeit seltsam passiv und ideenlos. Gegen konzentriert verteidigende Gäste brachten die Tremsbütteler nicht einen gelungenen Spielzug zustande.

VfL Tremsbüttel: Schröder – Schaeper, Ziemann, Jonas Fahrenkrog, Wirth – Abankwah, Martens (75. Schneider), Beyer, Bischkopf (67. Wenig), Jascha Fahrenkrog – Tobing.

VfL Oldesloe: Lindtner – Burmeister, Kunze, Bojarinow, Biermann – Fischer, Pascal Espe, Kemal Akin, Rathje (69, Schacht) – Noeske, Kupka (85. Dabelstein).

SR: Andreas Rabe (Pönitz).

Zuschauer: 100.

Tore: Fehlanzeige.

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