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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 21:04 Uhr

Ahrensburg : Der „Zorn Gottes“ im Marstall

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Stormarner Regisseur präsentiert seine zweite „Tatort“-Folge am 20. März live in Ahrensburg.

Sonntagabend, 20.15 Uhr – für Millionen Krimifans ist das bundesweit ein Pflichttermin, wenn ein neuer Tatort in der ARD läuft. Da macht auch Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach keine Ausnahme. Bei einem Treffen kam er mit dem Neu-Stormarner Özgür Yildirim ins Gespräch, der als Spielfilmregisseur tätig ist („Blutsbrüdaz“, „Boy7“, „Chiko“)

Am Sonntag, 20. März, läuft dessen zweite Arbeit für die Tatort-Reihe und weil er mittlerweile Stormarner ist und Bürgermeister Sarach ein Fan, entstand die Idee, die neue Folge „Zorn Gottes“ im Marstall im Rahmen eines Public Viewings zu zeigen.

„Ob da nun 80 Leute kommen oder 200 – das kann man nicht absehen. Wir sind gespannt“, sagt Armin Diedrichsen, Programm-Manager des Kulturzentrums. Bei Literaturveranstaltungen und ähnlichen Events habe sich bereits seit Jahren erwiesen, dass die Schlossstadt über ein kulturoffenes, interessiertes und diskutierfreudiges Publikums verfüge.

„Das könnte daher interessant werden“, so Diedrichsen. Denn es wird nicht nur einfach die Tatortfolge über die Leinwand flimmern, sondern auch die Möglichkeit bestehen, nach dem Abspann mit Yildirim ins Gespräch zu kommen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es Fragen gibt oder Diskussionsbedarf“, sagt der Regisseur. „Natürlich kann ich nicht zu viel über die Handlung verraten. Aber es geht grob um Schleuser und um Terrorismus“, berichtet er. Kurzum: brandaktueller Stoff.

„Ich hoffe, dass am 20. ärz auch Schauspieler mit vor Ort sein können“, erklärt er weiter. Für ihn sei es etwas Besonderes eine Tatortfolge zu drehen, weil die Serie halt „so etwas wie einen Kultfaktor besitzt“. Auf der anderen Seite sei es für ihn wichtig, einen eigenen Stil einbringen zu können und das optische und inhaltliche Konzept ein wenig mit zu verändern. „Aus meiner Sicht ist unser Tatort kein klassischer Krimi geworden. Außerdem haben wir den Charakteren eine gewisse Tiefe gegeben. Auch ein Hintermann im Schleuserbereich hat oft eine Familie, Motivationen, eine Geschichte. Wir malen nicht schwarz/weiß oder zeigen Monster“, so Yildirim. Natürlich sei die begrenzte Zeit einer Tatortfolge aber auch nicht ausreichend, um das komplexe Thema komplett zu durchleuchten.

Seine erste Tatort-Arbeit („Feuerteufel“) war die erste Folge mit mit Wotan Wilke Möhring als Kommissar, mit dem er jetzt erneut zusammenarbeitete. „Teilweise greifen wir auf Ideen zurück, die bei seinem Charakter in den vier Folgen dazwischen etwas in den Hintergrund getreten waren“, kündigt er an. So zum Beispiel eine gewisse humorvolle Leichtigkeit, die zuletzt aus Sicht des Regisseurs etwas zur kurz kam.

Gedreht wurde dieses Mal in Hannover und Hamburg. Dreharbeiten in Stormarn seien für zukünftige Aufträge vorstellbar. „Das muss aber natürlich immer passen in Sachen Location und Crew und was da alles so reinspielt. Warum nicht?“, so Yildirim, der sich mittlerweile in Stormarn heimisch fühlt.

 

>„Zorn Gottes“ läuft am 20. März ab 20.15 Uhr im Marstall Ahrensburg. Einlass: 19.30 Uhr. Eintritt ist frei.

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