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Bad Oldesloe : Der „Winterzauber“ erstarrt in beißender Kälte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Besucherzahlen bleiben beim verkaufsoffenen Sonntag in Bad Oldesloe blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2016 | 16:44 Uhr

Zu einem richtigen „Winterzauber“ gehören eigentlich Minustemperaturen und Schnee. Doch während der Schnee ausblieb bewiesen Temperaturen um die minus 6 Grad, dass sie nicht als Publikumsmagnet für einen Verkaufsoffenen Sonntag taugen. Zumindest nicht in Bad Oldesloe.

Es war der erste Sonntag mit geöffneten Geschäften, der federführend von der neuen Interessensgemeinschaft Handel geplant wurde. Zum letzten Mal stand dabei die Stadt Bad Oldesloe als Veranstalter zur Verfügung. Mit einem Snowboardsimulator, Eisstockschießen auf dem Marktplatz, Punschbuden und Stockbrotgrillen waren so manche „Winteraktivitäten“ im Angebot, doch anders als erhofft strömten die Oldesloer nicht in Massen in die Innenstadt, um an den daran teilzuhaben. Während sich das Stockbrotgrillen direkt neben dem kleinen Stand der Oldesloer Bühne – auch dank des wärmenden Feuers – noch durchaus großer Beliebtheit erfreute, war der Andrang an den Foodständen, beim Snowboard-Simulator und dem Eisstockschießen sehr überschaubar. Der ansonsten bei verkaufsoffenen Sonntagen sehr beliebte Stand von „Delikatessen Peters“ wurde gar nicht erst aufgebaut. Begründung: die eisige Kälte. „Für uns von der Oldesloer Bühne war es auch zu kalt. Wir wollten eigentlich Kinderschminken anbieten, aber das ging in der Form nicht“, so Nadine Hamm, Leiterin der „Bühnenzwerge“. In den Bäckereien und Cafés war der Besuch dafür allerdings dementsprechend größer.

„Ich habe von manchen Geschäftsleuten gehört, dass die Resonanz in den Läden wohl in Ordnung gewesen sein soll. Den Leuten war halt kalt, da gehen sie lieber in die Geschäfte“, so Inken Kautter, die Kulturmanagerin der Stadt. „Insgesamt muss man im Vergleich mit vorherigen verkaufsoffenen Sonntagen aber sagen, dass es zu wenig Resonanz war. Ich hätte mir für die IG Handel gewünscht, dass viele Besucher kommen. Das hätte positiv motivierend gewirkt“, so Kautter.

„Ich fand die Ideen eigentlich gut. Und mein Punschstand in der Mühlenstraße war zeitweise auch gut besucht. Eigentlich war der 31. Dezember unser letzter Tag, aber wir haben für den verkaufsoffenen Sonntag extra verlängert“, so Benjamin Rodloff. Vielleicht sei es zu kalt gewesen, vielleicht die Konkurrenz anderer verkaufsoffener Sonntage in Hamburg und Bad Segeberg zu groß.

So sieht es auch Marco Schmidt von der IG Handel: „Wir wollten diesen Termin mal testen. Es war i ein Experiment. Man kann sagen, dass er wohl nicht so gut zu Bad Oldesloe passt. Ich habe aber schon gehört, dass es in Bad Segeberg ebenfalls nicht so gut lief.“ Er wolle in den nächsten Tagen einen „Gang durch die Geschäfte“ machen, um zu hören, wie das Feedback ist. „Wir wollten etwas ausprobieren. Hätten wir es nicht getan, hätten wir uns vielleicht geärgert, wenn Bad Segeberg und Hamburg Erfolg gehabt hätten.“ Der nächste verkaufsoffene Sonntag in Bad Oldesloe ist auf den 10. April terminiert.

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