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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 18:31 Uhr

Der vorerst letzte Neubau

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Grundsteinlegung für 19 Apartments auf dem HSK-Gelände / 2,7 Millionen Euro investiert

Ein weiterer Grundstein wurde gestern auf dem Gelände des Heinrich-Sengelmann-Krankenhauses (HSK) bei Bargfeld-Stegen gelegt. Auf der Westseite entstehen 19 Apartments mit Ein- und Zweibettzimmern für eine neue allgemein psychiatrische Station. „Es wird unser vorerst letzter Neubau“, erklärte die kaufmännische Geschäftsführerin Andrea Nielsen. Dort können bis zu 26 Patienten mit Blick ins Grüne wohnen.

Ein knappes Jahr Bauzeit ist dafür eingeplant. Der eingeschossige Neubau soll ein begrüntes Dach erhalten. Investiert werden 2,7 Millionen Euro, das Land Schleswig-Holstein ist mit etwa 1,5 Millionen Euro dabei. Der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert.

„Schwerpunkt der neuen Station wird die Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen“, sagte der ärztliche Direktor Prof. Matthias Lemke. Mit dem Neubau werde die Versorgung deutlich verbessert. „Wir möchten uns der Grenze zwischen Körper und Seele stärker widmen“, betonte er. Ein gutes Drittel der Patienten leide heute unter Depressionen, die oft mit körperlichen Symptomen einhergehen. Eine wachsende Zahl von Menschen suche heute in der Psychiatrie Schutz vor der Gesellschaft mit ihren Leistungsanforderungen.

Die meisten bleiben allerdings nicht lange. „Die durchschnittliche Verweildauer bei uns liegt bei 24 Tagen“, sagt Lemke. Alle Apartments haben eigene Sanitärräume. Hotelstandard sei das, so Lemke: „Die Räumlichkeiten haben viel mit der Genesung zu tun.“ Für die Patienten bedeute das eine qualitative Verbesserung.

In den Grundstein versenkte Andrea Nielsen eine Kartusche mit den Bauplänen, einigen Münzen und dem aktuellen Stormarner Tageblatt. „Die Kapazität des Krankenhauses wird mit dem Bau nicht erweitert“, erklärte sie. Nach der Fertigstellung ziehen die Patienten aus dem dritten Stock des Hauses Hamburg dorthin um. Der Altbau soll künftig anders genutzt werden, etwa für Therapieräume.



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