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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 16:56 Uhr

Bad Oldesloe : Der Tod kommt nach dem Marathon

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Oldesloer Krimi-Autor Klaus E. Spieldenner konstruiert einen spannenden Fall rund um das beliebte Hamburger Lauf-Event.

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erstellt am 17.Mär.2015 | 12:00 Uhr

Nein, Läufer sei er nicht und die gut 42 Kilometer der Marathon-Distanz sind schon gar nicht sein Ding. Aber trotzdem hat Klaus Edwin Spieldenner jetzt genau darüber seinen Krimi „Start Ziel Tod“ geschrieben: den Hamburg Marathon 2014.

Nach seiner aktiven Zeit bei der Bundeswehr hat sich Spieldenner dem Schreiben gewidmet. Erst zwei autobiografische Stücke über seine Zeit als Musiker in einer Coverband und die Lehre als Elektriker. Drei Jahre lang Kanäle schlitzen und Strippen verlegen. „Das war unter aller Würde für einen jungen Menschen mit langen Haaren, für einen Musiker.“ Die Erlebnisse mussten raus.

Als auf diese Art die Vergangenheit bewältigt war, dachte er sich selber Geschichten aus. „Ich bin Stratege und habe überlegt, worüber ich schreiben könnte, was Leute auch wollen“, schildert er seine Überlegungen. Regionalkrimis scheinen ihm da das geeignete Medium zu sein. Den Auftakt machte 2011 allerdings mit „Enzo Demenzo“ ein Sozialkrimi. 2013 kommt dann der erste Fall für seine Kommissarin Sandra Holz auf den Markt. 1800 verkaufte Exemplare, das kann sich schon mal sehen lassen. Klaus E. Spieldenner legt gleich einen zweiten Fall nach: „Und Stille wie des Todes Schweigen“.

Ende 2013 zogen Spieldenner und seine Frau Ingrid nach Bad Oldesloe – weil sie näher bei ihrem Enkelkind sein wollten. Wechselt ein Autor den Wohnort, muss auch die Kommissarin mit – zumindest in Regionalkrimis ist das so. Sandra Holz sollte zukünftig in Hamburg ermitteln. Eine Buchhändlerin gab ihm dann noch zwei Tipps: „Lass sie bloß nicht auf dem Fischmarkt ermitteln, sondern mal beim Marathon. Und wohnen soll sie nicht in Eppendorf, sondern St. Georg.“ Der 60-Jährige nahm sich die Hinweise zu Herzen – zufällig hatte er seiner Kriminalistin ohnehin schon eine Laufleidenschaft auf den Leib geschrieben.

Vor und während des Marathons hat er an den Messehallen und längs der Strecke recherchiert. Einblicke hinter die Kulissen inklusive. „Die haben mich überall hingelassen, außer in die Damenumkleiden“, verrät er mit einem Schmunzeln von der intensiven Recherche: „Das zeichnet mich aus, das macht mir Spaß.“ Und es hat sich auch gelohnt: Der Marathon-Teil des Romans ist in allen Facetten sehr authentisch beschrieben. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden des prominenten St. Pauli-Stürmerstars Tobias Reinert. Nach und nach kommt Ermittlerin Holz dahinter, dass auch noch andere, weniger berühmte, Läufer verschwunden sind. Sie muss zwei Fälle gleichzeitig bearbeiten: Serienvergewaltigungen auf Campingplätzen im Oldenburger Bereich und die verschwundenen Marathonis in Hamburg. Dann beginnen auch noch Asiaten in einem dunklen Transporter, Jagd auf die junge Frau zu machen. Die spannenden Ermittlungen führen Sandra Holz und ihre Kollegen auf die Spur eines internationalen Verbrecherrings mit einem schier unglaublichen „Geschäftsmodell“. Aber vielleicht ist das längst Realität. Das Buch ist launig geschrieben, spannend und süffig zu lesen – dafür braucht man keine Marathon-Kondition.

Klaus E. Spieldenner liest morgen Abend in der Ahrensburger Stadtbücherei. Um 19 Uhr geht es los. Der Eintritt kostet 5 Euro. Im Gepäck hat der Oldesloer dann nicht nur seinen neuen Roman „Start Ziel Tod“, sondern auch eine Gitarre. Der Dire-Straits-Fan hat eigens Lieder auf seine Kommissarin und über Hamburg komponiert, mit denen er seine Lesungen etwas auflockert.


Start Ziel Tod ist im Niemeyer Verlag erschienen und hat 352 Seiten. Es kostet 9,95 Euro. ISBN-Nummer: 978-3827194275

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