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Stormarner Wochenschau : Der Teufel steckt nicht im Detail ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein kritischer Blick auf das Wochengeschehen im Landkreis zwischen den Hansestädten

von
erstellt am 26.Apr.2014 | 19:45 Uhr

Teuflisch

: Irgendein Teufel hat doch immer die Schuld. Sei es der Druckfehlerteufel oder der Feuerteufel. Der, dachten alle, hätte wieder in Ahrensfelde zugeschlagen. Viermal waren dort hunderte Rundballen angezündet worden, drei mal gehörten sie demselben Landwirt. Und nun brannte es in dessen Scheune. Das konnte doch kein Zufall sein! War es aber doch. Ein technischer Defekt an den Stromleitungen war die Ursache für den Großeinsatz mit fünf Feuerwehren. Das hatten die Spezialisten der Kripo schnell herausgefunden. Bei der Suche nach dem Brandstifter waren sie bislang leider noch nicht erfolgreich. Insofern ist die Sorge der Ahrensfelder verständlich, dass der Feuerteufel demnächst wieder zuschlagen könnte.

 

Teufelei

: Verständlich ist vielleicht auch das Verhalten der SH Netz AG. Man lässt die Gemeinden an der langen Leine zappeln und verdient weiterhin an den alten Verträgen. Viele Gemeinden im Herzogtum Lauenburg und fast alle in Stormarn hatten die Stromkonzessionen an VSG Netz gegeben. Umgesetzt wird das bislang nicht. Der BGH hatte entschieden, dass die Vergabe in 36 Kommunen im Lauenburgischen nicht korrekt waren. Ob das für die Stormarner Verfahren auch gilt, ist fraglich, aber kein Bürgermeistern möchte es riskieren, und alle warten auf eine Erklärung von SH Netz. Dass die Eon Hanse-Tochter schweigt, hat einen guten rund: Die meisten Verfahren im Land waren von der Gekom betreut worden. Wenn man VSG-Vergaben in Zweifel zieht, müsste man das ja auch bei den 100 Vergaben tun, die SH Netz selbst gewonnen hat. Neueste Variante der Verzögerungstaktik: Man wollen mit jeder Gemeinde individuell über ihre Vergabe reden. Das ist schon deshalb sinnlos, weil die Verfahren von den Ämter koordiniert wurden und auch sonst alle ähnlich bis gleich abliefen. So eine Taktik ist eigentlich keines Unternehmens würdig, das sich rühmt, kommunal verankert zu sein.

 

Teufel: Auch

Neues Leben wollen Rathaus und Politik dem Alten Friedhof in Bad Oldesloe einhauchen. Die Grünfläche dient seit längerem eher als Projektionsfläche für Sprayer denn als parkartige Erholungsfläche für die Bürger. Aber, so die Vorschläge, man könne ja das Gelände mit Sitzmöbeln, Beleuchtung und einer Aussichtsplattform ausstatten, kurzum die Aufenthaltsqualität verbessern. Denn je mehr Menschen sich dort aufhalten würden, desto geringer sei auch die Vandalismus-Gefahr. Förderfähig ist das, billig aber nicht. Schon das Konzept kostet 100 000 Euro, die Umsetzung mindestens 850 000 Euro. Aber das wertvolle Torhaus von Alexis Chateauneuf müsste ohnehin saniert werden. Und das Ganze eröffnet dem Altem Friedhof völlig neue Perspektiven, wie sie unser Karikaturist Götz Wiedenroth zu Papier gebracht hat.

 

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