Pfingstmontag : Der Tag, der sich um Mühlen dreht

Die Mühle in Braak.
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Die Mühle in Braak.

Am Wochenende ist wieder traditioneller Mühlentag. Wir stellen die Stormarner Mühlen und ihr Programm vor.

shz.de von
22. Mai 2015, 06:00 Uhr

In Schleswig-Holstein und Hamburg werden anlässlich des 22. Deutschen Mühlentages insgesamt 54 Mühlen ihre Türen für Besucher öffnen und den Tag durch eine Vielzahl bunter Veranstaltungen zu einem Erlebnis machen. In der Regel zwischen 11 und 17 Uhr können die Besucher am 25. Mai in beiden Bundesländern 42 Wind- und 12 Wassermühlen besichtigen. Im Kreis Stormarn sind dabei:

Braaker Mühle
>Standort: 22145 Braak
Kontaktperson: Joachim Lessau, Braaker Mühle, Ruf: (040) 675 96 50, E-Mail: baeckerei@braaker-muehle.de. >Beschreibung: Zweistöckiger Galerieholländer (1850) mit Windrose und Jalousieflügeln. Komplette Einrichtung mit je einem Mahlgang für Wind- und Motorantrieb, mit Getreidequetsche. Interessante Bauweise.

>Geplante Aktivitäten: Darstellung des Mahlvorgangs, Verkauf von Mühlenprodukten, Verkauf von Mühlenmodellen, Brot auf Buchenholz backen. Kinderspiele/Malwettbewerb, Kinderbacken, Hüpfburg, Bewirtung.


Wassermühle Glinde
>Standort: Kupfermühlenweg 7, 21509 Glinde. Kontaktperson: Wolf-Dieter Bode, Heimat- und Bürgerverein v.1987, Papendieker Redder 48, Telefon (040) 7112329, E-Mail: wolfdieterbode@gmx.de.

>Beschreibung: Erste Erwähnung 1229. Nutzung als Walk- und Farbholzmühle, als Kupferhammer und ab 1868-1952 als Kornmühle. Ab 1982 umfangreiche Restaurierung zum Mühlen- und Heimatmuseum, mit innenliegendem Wasserrad, Ø 3,50 Meter im ehemaligen Turbinenhaus. Einrichtung teilweise erhalten.

>Geplante Aktivitäten: Von 11 bis 18 Uhr treffen sich Pfingstmontag an der Glinder Mühle Obst- und Gemüsebauern, zünftige Händler und Kunsthandwerker mit Mühlenfreunden, Nostalgikern und ganz normalen Menschen. Das Museum Glinder Mühle bietet Sonderausstellungen. Auf der Mühlenwiese und in der Mühle lassen sich Kunsthandwerker bei der Arbeit über die Schulter schauen. Kinder dürfen auch schon mal die Töpferscheibe ausprobieren und haben reichlich Spaß beim großen Spielmobil. Unter den Kunsthandwerkern finden sich auch verschiedene alte Handarbeiten, Drechsler, Keramiker, Holzspielzeug, Schmuck und Floristik. Die Kreisjägerschaft Stormarn bietet mit ihrem Info-Mobil eine besondere Attraktion. Präparierte Tiere sind zu sehen. Dazu gibt es Tipps zu Natur und Umwelt – und auch offene Worte über die Jagd. Obst und Gemüse, Kräuter und Pflanzen gibt es frisch von den Bauernständen, Imker bieten Honig und Honigerzeugnisse feil. Räucherfisch und Scampi sind zu haben, und der urige Schlachterstand wartet mit Spanferkel und anderen deftigen Spezialitäten. Zu den Höhepunkten gehört der Lehmbackofen, der zweifellos wieder Warteschlangen für das beliebte „Glinder Brot“ erzeugen wird. Dazu wird nach „alter Väter Sitte“ im Fass gebuttert. Kuchen nach überlieferten Rezepten und frische Schmalzbrote runden das Angebot ab. Damit gibt es für die ganze Familie viele gute Gründe, die eigene Küche kalt zu lassen und zur Glinder Mühle zu kommen.


Wassermühle Trittau
>Standort: Am Mühlenteich 3, 22946 Trittau. Kontaktperson: Leif Erik Pöppel, Europaplatz 3, Telefon (04154) 807938, E-Mail: wassermuehle@trittau.de.
>Beschreibung: Mühlenstandort seit dem 16. Jahrhundert, Wohnhaus 1701, Einrichtung weitgehend vorhanden. Stromerzeugung durch Turbine. Nutzung für Gemeinde- und Fremdveranstaltungen.

>Geplante Aktivitäten: Seit 15 Jahren größter Mühlenmarkt im Kreis Stormarn zum Tag der offenen Mühlen in Schleswig-Holstein am 24. und 25. Mai (Pfingsten) um die über 300 Jahre alte Trittauer Wassermühle am Mühlenteich mit 150 Ausstellern, Künstlern, traditionellen Kunsthandwerkern wie Töpfer und Keramiker, Bürstenmacher, Drechsler, Gürtelmacher, Tiffanyglasgestalter, Modedesigner, Stände mit Pflanzen und Gartenambiente, ländliche Spezialitäten wie nostalgische Kräuterbäckerei. Spiel und Spaß. Pfingstmontag spielen ab 15 Uhr die Hamburger Blueslegende Abi Wallenstein, Georg Schroeter und Marc Breitfelder auf der Waldbühne an der Napoleonbrücke auf dem Mühlengelände. Mühlenkaffeegarten, Kutschfahrten.

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„Wir erwarten auch in diesem Jahr eine große Resonanz, denn Wind- und Wassermühlen sind nicht nur wichtige Zeugnisse der Technikgeschichte, sondern auch ein wirtschaftsgeschichtliches Erbe im Norden. Sie prägen unser Landschaftsbild positiv und sind dadurch ein wichtiger Faktor für den Tourismus“, betont Hans-Jakob Tiessen, langjähriger Vorsitzender des Mühlenvereins für Schleswig-Holstein und Hamburg. Der Eintritt ist bis auf wenige Ausnahmen (Museen) frei, Spenden zur Erhaltung der Mühlen sind natürlich willkommen.

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