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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 08:26 Uhr

Bad Oldesloe : Der Stadt laufen beibringen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ehrenamtler und Hilfsorganisationen zusammenbringen: Ein erfolgreicher Abend im Stadthaus vom Runden Tisch Bad Oldesloe.

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erstellt am 13.Okt.2015 | 10:46 Uhr

Wie finden engagierte Freiwillige und schon bestehende Organisationen in der Flüchtlingshilfe zusammen? Über eine Art Börse im Foyer des Stadthauses! Kirstin Schwarz-Klatt (Migrationssozialberatung) und Maria Herrmann (Q8) hatten den Abend als Fortsetzung des ersten Runden-Tisch-Treffens auf die Beine gestellt. Und die Halle war voll!

Tische, Stellwände, Infokarten – alles war farblich abgestimmt: Sport in Blau, Rot für die Sprache, der Freundeskreis bekam Orange und so weiter. „Die Stadtverwaltung, eigentlich alle sind überfordert, weil noch keine Strukturen existieren“, begründet Maria Herrmann das Engagement von Diakonie und Q8: „Wir helfen der Stadt, laufen zu lernen.“

Der Andrang an den einzelnen Stationen war groß. Ulrike Tyrell von EfA hielt es nicht lange hinter dem Stehtisch. Sie wanderte durch die Menge. „Ich suche Helfer für ein Männercafé“, sprach sie potenzielle Ehrenamtler an. Und wurde fündig. „Alles voll“, konnte sie kaum eine halbe Stunde später gut gelaunt verkünden.

Auch VHS-Leiterin Karin Linnemann war mit dem Verlauf zufrieden. „Ich hatte einige gute Gespräche. Und drei, vier neue Lehrer für Sprachkurse konnte ich auch gewinnen“, sagt sie. Linnemann ist überzeugt: „Die hätten sonst nie den Weg zu mir ins Büro gefunden, um sich vorzustellen.“ Der Abend hat sich gelohnt.

Dazwischen immer wieder die spontane Vernetzung. Jemand hat etwas über ein neues Förderprogramm für Sprachkurse gehört. „Das muss du Kirstin Schwarz-Klatt erzählen“, findet Maria Herrmann und bittet sie dazu. Die wiederum holt Karin Linnemann in die Gesprächsrunde. Kurze Zeit später ist klar: Die VHS ist schon über die neuen Möglichkeiten informiert, kann das Geld aber noch nicht abrufen, da die letzte Zustimmung des Gesetzgebers noch fehlt. „Oldesloe ist auf dem Gebiet gut davor, denn wir haben schon eine lange Warteliste für Sprachkurse. Wir könnten morgen loslegen“, versichert die Diakonie-Mitarbeiterin.

Momentan ist im Bereich Flüchtlingsarbeit vieles in Bewegung. Vor allem die hauptamtlich Tätigen müssen sich ständig umstellen. „Das verlangt von uns ein Höchstmaß an Flexibilität“, so Karin Linnemann: „Es werden neue Programme aufgelegt, Anforderungen und Regeln ändern sich – minütlich.“ Vieles davon sei leider mit der heißen Nadel gestrickt und nur Flickwerk.

Für Maria Herrmann ist in zahlreichen Gesprächen mehr als deutlich geworden, „welche Bedeutung eine hauptamtliche Ehrenamtsstelle hat. Gewisse Fragen beispielsweise zum Versicherungsschutz tauchen einfach immer wieder auf“. Q8 und Diakonie wollen sich darauf konzentrieren, die über die Stadt verteilten Treffpunkte zu stabilisieren. „Wir müssen gucken, was die brauchen und vielleicht bekommen wir ja auch häufigere Öffnungszeiten als ein Mal pro Woche hin“, so die Quartiersmanagerin.

Weitere Treffen des runden Tisches in Oldesloe sind vorläufig nicht geplant. „Wir setzen da jetzt auf das Schneeballprinzip“, kündigt Herrmann an.

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