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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 02:10 Uhr

Ungefährdet : Der Spaß ist zurück

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalligist VfB Lübeck hat im Heimspiel gegen Goslar eine starke Leistung gezeigt und mit 4:0 (2:0) deutlich die Nase vorn gehabt. Nach zuletzt schwachen Auftritten kamen allerdings nur 1251 Zuschauer an der Lohmühle.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2015 | 07:30 Uhr

Ein vom Fankreis organisierter Kindertag und eine Autogrammstunde der Spieler – mit diesen Maßnahmen wollte Fußball-Regionalligist VfB Lübeck mehr Zuschauer am Sonnabend an die Lohmühle locken. Dazu hatte Trainer Denny Skwierczynski im Vorwege auch noch an die Fans appelliert und gebeten, sein Team doch wieder zahlreicher zu unterstützen als zuletzt gegen Oldenburg, als 1455 zum Duell der Traditionsclubs gekommen waren. Von Erfolg gekrönt waren die Maßnahmen indes nicht. Gerade einmal 1251 Zuschauer fanden sich zum Ligaspiel gegen den Goslarer SC im Lübecker Stadion ein – und bescherten dem VfB eine Minuskulisse in der noch jungen Spielzeit. Dabei sollten die Daheimgebliebenen einiges verpassen. Vor allem die Rückkehr der Grün-Weißen nach einer Niederlage und einem Remis in die Erfolgsspur. Gleich mit 4:0 (2:0) schickte der VfB die Gäste nach Hause. Skwierczynski lobte nach der Partie: „Die Stimmung war toll. Wir haben nicht nur einen Heimsieg eingefahren und dabei vier Tore schön herausgespielt, sondern auch spielerisch einiges geboten. Das war der nächste kleine Schritt nach vorne.“

Die Hausherren hatten in einer kurzweiligen Partie sofort die Regie übernommen und belohnten sich mit einem Doppelschlag früh auch mit Zählbarem. Nach zehn Minuten gelang Stefan Richter aus Nahdistanz der Führungstreffer, nachdem sich Andre Senger unwiderstehlich auf der linken Außenbahn durchgetankt hatte. Gerade mal 240 Sekunden später zappelte der Ball schon wieder im Gehäuse der überrumpelten Gäste, nachdem Richter uneigennützig Sturmpartner Christopher Kramer in Szene gesetzt hatte. Erst danach traten auch die Gäste aus dem Harz in Erscheinung, brachten aber das Tor von Jonas Toboll nicht wirklich ernsthaft in Gefahr. Die Gastgeber selbst kamen im ersten Abschnitt aber auch nur noch zu einer guten Möglichkeit durch Dennis Wehrendt (32.).

Nach Wiederanpfiff ließ der nächste VfB-Jubel jedoch nicht lange auf sich warten: Maurice Maletzki zog aus 20 Metern ab – und traf zur Vorentscheidung ins rechte untere Eck (51.). Goslar mutierte anschließend phasenweise zum Spielball der Lübecker, die durch Andre Senger nach Vorlage von Maletzki noch den vierten Treffer nachlegten. Senger (67., 76.), Maletzki (77.) und Lukas Knechtel (85.) hätten das Ergebnis vor der Minuskulisse an der Lohmühle sogar noch in die Höhe schrauben können – wenn nicht müssen.

Nach der Partie zeigte Dennis Wehrendt Verständnis für die fehlende Resonanz auf den Rängen: „Aufgrund des katastrophalen Heimspiels gegen Oldenburg kann ich schon nachvollziehen, dass einige das schöne Wetter anderweitig genutzt haben. Wir wissen selber, dass nur durch harte Arbeit und gute Ergebnisse Fans zurück gewonnen werden können. Ich denke aber, der heutige Sieg, bei dem eine Entwicklung zu sehen war und wir uns wieder ein bisschen gesteigert haben, war die richtige Reaktion. Mir jedenfalls hat das Spiel heute Spaß gemacht.“

Das ging auch Andre Senger so, der den klaren Sieg in Verbindung mit einem kompakten Zentrum brachte. „Endlich ist es uns gelungen, fast über die komplette Zeit dort die Räume eng zumachen, stabil zu stehen. Dadurch läuft es auch nach vorne besser, es wurden mehr Bälle in die Gasse gespielt. Das kommt unserer Offensivkraft entgegen“, erklärte der Flügelflitzer. VfB-Kapitän Moritz Marheineke bewertete das 4:0 letztlich als „einen geilen Auftritt trotz eines zum Ende herausgenommenen Ganges.“

VfB Lübeck: Toboll – Sievers (57. Bohnsack), Nogovic, Marheineke, Sirmais (64. Knechtel) – Maletzki, Wehrendt, Voß (72. Lange), Senger – Richter, Kramer.

Goslarer SC: Junghan – Ziemann, Malembana, Luhaka, Schmidt – Fischer – Affo (63. Schaare), Gehrmann (46. Golombek), Erbek, Bezak (46. Bento) – J. Schubert.

SR: Schult (Osterbek) – Z: 1251.

Tore: 1:0 Richter (10.), 2:0 Kramer (14.), 3:0 Maletzki (51.), 4:0 Senger (62.).

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