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Blütezeit 2015 : Der Raps ist da – im Süden von SH besonders früh

vom
Aus der Onlineredaktion

Eine Woche früher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre färben sich die Felder in SH gelb. Das sorgt für Freude bei Landwirten und Touristen.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2015 | 12:56 Uhr

Worth | Der Kreis Herzogtum Lauenburg als sonniger Süden von Schleswig-Holstein ist jetzt ganz vorne dabei – bei der Rapsblüte. In den anderen Landesteilen und auch in anderen Bundesländern blühen die Felder noch längst nicht so sehr wie beispielsweise in Worth.

In Deutschland wächst auf rund 1,3 Millionen Hektar Raps. Als wichtigste heimische Öl- und Eiweißpflanze hat er sich in den vergangenen 25 Jahren sowohl in der Ernährung von Mensch und Tier als auch ganz besonders als Rohstoff für die Herstellung von Biokraftstoff etabliert.

„Bei uns ist das Klima tatsächlich immer günstig für eine frühe Rapsblüte. In diesem Jahr sind wir eine Woche früher dran als im langjährigen Durchschnitt“, sagte am Dienstag Peter Koll, der Geschäftsführer des lauenburgsichen Kreisbauernverbandes in Mölln.

Im Lauenburgischen wächst Raps auf etwa 14.000 Hektar. Koll: „Das ist etwas mehr als 2014, wir erwarten zur Ernte Ende Juli, Anfang August etwa vier Tonnen pro Hektar.“ Zur Aussaat im Herbst 2014 herrschten optimale Bedingungen, so Koll. „Es war nicht zu trocken und nicht zu nass“, berichtet er. Außerdem blieben Kahlfröste aus, die den Pflanzen gar nicht gut tun.

Im Lauenburgischen lockt die Rapsblüte viele Touristen an, die mit dem Fahrrad die Natur erkunden und dann in einem der Hofcafés einkehren. Rund um Geesthacht, Schwarzenbek und Lauenburg steht der Raps bereits in voller Blüte. Die Felder leuchten in sattem Gelb. Bald bilden sich Rapskörner aus, die dann im Sommer gedroschen werden.

Ein großer Teil des Öls, das aus der Rapssaat gewonnen wird, findet seinen Weg in Fahrzeugtanks, wo es dem fossilen Diesel in Form von Biodiesel beigemischt wird. Theoretisch könnten mit der Rapsölmenge der deutschen Bauern drei Millionen Autos ein Jahr lang ohne einen Tropfen Erdöl betrieben werden. Das bei der Herstellung des Rapsölkraftstoffs anfallende Schrot wird außerdem noch als Futtermittel genutzt.

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