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Der Neujahrsbrauch, der ganz viel Gutes bringt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zu einem besonderen Neujahrsempfang haben Sven-Arne Werner und seine Frau Claudia eingeladen. Diese Art, Neujahr zu feiern, leben die Werners seit 2008. Da wurde nach der Geburt der Tochter, nach Prüfungsstress des Familienoberhauptes und dem Einzug ins neue Heim zum ersten Mal Sylvester ohne viel Trubel gefeiert. „Da wir sonst immer im großen Kreis mit unseren Freunden gefeiert haben, fehlte etwas und wir hatten damals überlegt, unsere Familie und Freunde am 1.1.2009 einfach zum Angrillen einzuladen“, erzählt Sven-Arne Werner.

Kai Mittelburg, Feuerwehrkamerad von Sven-Arne brachte ihn auf die Idee, einen Brauch von der Insel Helgoland hier zu zelebrieren. Möwe, wie Mittelbach von Freunden genannt wird, ist waschechter Helgoländer. Dort sei es üblich sei, dass die Männer mit einem Sherry von Haus zu Haus gehen und Neujahrs-Grüße überbringen. Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel und immerhin 1,7 Quadratkilometer groß hat 1370 Einwohner und ist überschaubarer als Bargteheide. Wenn eben jener „Möwe“ diesen Brauch in Bargteheide hätte pflegen wollen, so wäre er gewiss einige Tage unterwegs gewesen. „Da war es doch nahe liegend, alles in einem Abwasch zu erledigen“, sagt Werner. Für Getränke und Wurst war gesorgt. „Viele sind unserer Einladung gefolgt und haben weitere Würstchen, Glühwein und sogar Geschenke mitgebracht. Es hätte gereicht, um uns davon eine Woche lang zu ernähren“, lacht der Hausherr augenzwinkernd. „Unsere Überlegungen gingen weiter. So sollten die Gäste nichts zu essen oder trinken mitbringen, sondern stattdessen ein paar Euro in ein Sparschwein stecken.“ Das Spendenschwein, das auf den Namen „Piggeldy“ hört, wurde extra gebastelt. Und Piggeldy ist etwas größer geworden, damit auch schön viel hinein passt. „Wir hatten nach Abzug der Kosten für Wurst und Getränke einen Überschuss von 250 Euro und das Geld spendeten wir der Jugendfeuerwehr Bargteheide“, so Sven-Arne Werner. In den Folgejahren kamen immer mehr Menschen und mehr Geld zusammen. 2012 haben wir dem Kinder-Hospitz Sternenbrücke Hamburg 460 Euro gespendet und im vergangenen Jahr gab es 500 Euro für die Kinder-Krebs-Hilfe Lübeck. „In diesem Jahr gehen 250 Euro an das Weihnachtshilfswerk Bargteheide und das Kinder-Hospitz Sternenbrücke bekommt 640 Euro“, ist Werner zufrieden. „Zwei Menschen möchte ich besonders danken. Zum einen Möwe, der uns wieder den Helgoländer Neujahrsgruß überbracht und Sherry ausgeschenkt hat, zum anderen Rainer Hendriksen, der allein 500 Euro in das Sparschwein gesteckt hat“, so Sven-Arne Werner. Den speziellen Neujahrsgruß wird es auch im kommenden Jahr wieder geben. Das hat Werner fest versprochen.


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erstellt am 03.Jan.2014 | 00:31 Uhr

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