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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 15:48 Uhr

Der Neue muss einen Neuen suchen

vom

Sieks Amtsvorsteher Olaf Beber braucht einen Nachfolger für Jürgen Hettwer, der Bürgermeister in Oststeinbek werden möchte

Brunsbek/Siek | "Wenn man Kommunalpolitik macht, muss man es wie ein Hobby sehen, etwas, das einem Freude macht", sagt Olaf Beber. Der 53-Jährige ist seit 15 Jahren Bürgermeister in Brunsbek und seit kurzem auch Amtsvorsteher für die Sieker Verwaltung. "Die Aufgabe hat mich gereizt", sagt Beber, der Abteilungsleiter für Finanzen und Controlling in der Hamburger Wirtschaftsbehörde ist, "da kann ich Beruf und Hobby ja gut vereinen."

Als neuer Vorsteher der "Schreibstube" für Braak, Brunsbek, Hoisdorf, Siek und Stapelfeld repräsentiert Beber eine kleine, aber feine Verwaltung. "Das Amt ist kompetent, wir haben in den Gemeinden ein gutes Level erreicht. Das ist aber nicht von allein gekommen. Wir haben die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen und den Firmen Entwicklungsmöglichkeiten gegeben."

Als er gewählt wurde, sah er es als wesentliche Aufgabe, alles am Laufen zu halten, aber neue Herausforderungen kommen ebenso schnell wie unerwartet. Der Leitende Verwaltungsbeamte Jürgen Hettwer ist Bürgermeister-Kandidat fast aller Parteien in Oststeinbek und damit in aussichtsreicher Position. "Das hatte ich mir anders gewünscht", sagt Beber, der "gern mit Jürgen Hettwer zusammenarbeitet", dessen Kandidatur aber nachvollziehen kann.

Dass es mit dem ruhigen Start in die Amtszeit nicht ganz geklappt hat, nimmt Beber sportlich: "Das ist ja das Interessante, wenn man so ein Amt hat." Der Amtsausschuss hat sich bereits mit der Ausschreibung der Stelle befasst, in Oststeinbek wird am 8. September gewählt. "Man verrät ja kein Geheimnis, wenn man davon ausgeht, dass Jürgen Hettwer die Wahl gewinnt", sagt Beber, der die Übergangszeit möglichst kurz halten möchte - "auch wenn wir gute Erste Offiziere in der Verwaltung haben, die das Schiff auch ohne Kapitän auf Kurs halten können."

Dinge gestalten, Erfolge und Misserfolge seiner Arbeit sehen, das macht für den 53-Jährigen auch die Gemeindepolitik aus. "Als Bürgermeister muss ich mir natürlich anhören, was die Brunsbeker von den Entscheidungen halten." Wobei es "den Brunsbeker" gar nicht gibt. Die Brunsbek ist der Bach, der durch Kronshorst, Langelohe und Papendorf fließt. 1974 wurden aus den drei Dörfern die Gemeinde Brunsbek mit drei Ortsteilen. "Ich bin Kronshorster", sagt Beber von sich. Er ist in dem Dorf aufgewachsen und wohnt dort jetzt in einem "Mehrgenerationenhaus mit der Mutter und den Kindern". Was "hervorragend klappt, weil jeder seine eigene Wohnung hat". Als Bürgermeister und Politiker der Gemeinde Brunsbek definiert er Lokalpatriotismus so: "Die Vertretung hat die Verpflichtung, alle drei Ortsteile gleich zu behandeln. Das heißt nicht, dass überall alles zeitgleich passieren muss, aber wir achten auf eine gerechte Verteilung."

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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