Der Nachwuchs

Das gab es noch nie:  Gleich 38 Feuerwehr-Anwärter aus dem Raum Bargteheide/Ammersbek/Tangstedt/Ahrensburg begannen die mehrmonatige Grundausbildung. Mit im Gerätehaus der FF Wulksfelde sind vier von sechs Ausbilders: (mittlere Reihe, v.on rechts): Andreas Pöpel (FF Tangstedt), Thimo Bans (FF Hammoor), Jens Bestmann (FF Hoisbüttel) und Björn Schreiber (FF Bargteheide).
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Das gab es noch nie: Gleich 38 Feuerwehr-Anwärter aus dem Raum Bargteheide/Ammersbek/Tangstedt/Ahrensburg begannen die mehrmonatige Grundausbildung. Mit im Gerätehaus der FF Wulksfelde sind vier von sechs Ausbilders: (mittlere Reihe, v.on rechts): Andreas Pöpel (FF Tangstedt), Thimo Bans (FF Hammoor), Jens Bestmann (FF Hoisbüttel) und Björn Schreiber (FF Bargteheide).

Die männlichen und weiblichen Feuerwehr-Anwärter lernen in fünfmonatiger Ausbildung Grundfertigkeiten

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14. März 2018, 14:24 Uhr

Sehr gute „Nachwuchslage“ bei den Freiwilligen Feuerwehren im Raum Bargteheide und Umgebung: Die Rekordzahl von 38 Anwärtern begann Ende Februar mit der Truppmann-Ausbildung. Diese „Feuerwehr-Lehre“ umfasst 72 Ausbildungsstunden und zusätzlich einen Erste-Hilfe-Kursus. Knapp fünf Monate lang treffen sich die Feuerwehr-Anwärter fast jede Woche – davon viermal ganztägig sonnabends – reihum an 14 Feuerwehr-Standorten, um die Grundfertigkeiten zum Feuerlöschen und für die technische Hilfeleistung zu erlernen. Anfang Juli endet der Lehrgang in Klein Hansdorf/Timmerhorn mit einer öffentlichen Abschluss-übung, nachdem wenige Tage zuvor eine Theorie-Prüfung abgelegt werden muss.

Von den 38 Anwärtern stammen 21 aus den zehn Amtswehren, zwei von der FF Bargteheide, acht aus den drei Ortswehren der Gemeinde Tangstedt, vier aus den beiden Ammersbeker Ortswehren sowie drei aus den Wehren der Stadt Ahrensburg, die erstmals komplett dabei sind. Die Altersspanne reicht vom 16-Jährigen aus Nienwohld bis zu einem 51-jährigen aus Bünningstedt. Zu ihrem Sprecher wählten die „Neuen“ Andreas Janik (48, Klein Hansdorf/Timmerhorn), zur Stellvertreterin Karolina Brusdeilins (29, Jersbek), die eine von fünf weiblichen Kräften ist. Zu Ausbildungs-Beginn wurden die neuen Anwärter im Gerätehaus der Wehr Nienwohld von den Wehrführungen einschließlich Amtswehrführer Harald Gewe begrüßt. Eine Woche später folgte die Besichtigung der Kreisfeuerwehrzentrale und des Ausbildungszentrums in Nütschau. Aktuell werden Unfallverhütungs-Vorschriften gepaukt und die persönliche Schutzausrüstung besprochen.

Der Slogan „Feuerwehr und die Integration von Flüchtlingen – das passt“ ist beim diesjährigen Anwärter-Lehrgang gelebte Wirklichkeit. Gleich drei Flüchtlinge schlossen sich jüngst ihren örtlichen Wehren an und begannen jetzt mit der Feuerwehr-Grundausbildung: Omid Walizada (18) aus Afghanistan (Klein Hansdorf/Timmerhorn) sowie die beiden Syrer Rani Aldarir (29 Hoisbüttel) und Jamal Chahoud (42 Ahrensburg). Der Letztgenannte hat bereits einen Arbeitsplatz als Kranmonteur bei einer Firma in Siek; Omid Walizada hat mit der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär/Heizung/Klimatechnik in einem Bargteheider Handwerksbetrieb begonnen. Alle drei Neu-Stormarner fühlen sich hier inzwischen „echt angekommen und anerkannt“, wie sie übereinstimmend bekräftigten. Und auch ihre Beweggründe, in die Feuerwehr einzutreten, klingen ziemlich gleich: Das Trio will „Deutschland als Dank für die freundliche Aufnahme etwas zurückgeben“; das könne man in der Feuerwehr sehr gut. Gleichzeitig versprechen sich die drei technisch Interessierten durch den Dienst in der Feuerwehr auch sprachlich eine schnellere Integration.

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