Trittau : Der Nachfolger im Archiv

Leif Erik Pöppel in seinem neuen Wirkungskreis im Archiv des Amtes Trittau.
Leif Erik Pöppel in seinem neuen Wirkungskreis im Archiv des Amtes Trittau.

Der neue Archivar Leif Erik Pöppel stellt sich vor: „Ich bin noch dabei, mir einen Überblick zu verschaffen“

shz.de von
14. Januar 2015, 14:44 Uhr

Die Ämter Trittau und Siek als Archivgemeinschaft haben einen neuen Archivar: Leif Erik Pöppel (25) hat die Nachfolge von Oliver Mesch angetreten, der zum Bürgermeister von Trittau gewählt worden war. Zugleich hat Pöppel die Geschäftsführung des gemeindeeigenen Kulturzentrums Wassermühle übernommen.

„Das war schon etwas komplett anderes. Aber es ist interessant, auch die Kulturlandschaft kennenzulernen“, sagt Pöppel, der sich noch in der Einführungsphase befindet. „Ich bin noch dabei, mir einen Überblick zu verschaffen, beschäftige mich mit der Optimierung der Abläufe und Lagerung der Akten.“ Seine Arbeitszeit teilt sich in 26 Stunden Trittau und 13 Stunden Amt Siek auf.

Pöppel ist in Lübeck aufgewachsen, wo er auch jetzt wieder lebt. Studiert hat er Archivwissenschaften an der Fachhochschule Potsdam, einer von zwei Hochschulen in Deutschland, die Archivare ausbildet. Mit dem Bachelor-Abschluss hat er sich mit 45 weiteren Bewerbern beworben, weil er zurück in den Norden wollte, da seine Freundin in Lübeck lebt.

„Neben der Qualifikation hatten wir das Gefühl, dass Leif Erik Pöppel zu uns passt“, sagt Bürgermeister Mesch. Er schätzt zudem den neuen Blick von außen auf das noch junge Archiv. Mesch hat es seit 2001 aufgebaut, zuvor wurde es ehrenamtlich verwaltet. Jetzt ist Leif Erik Pöppel verantwortlich dafür, welche Akten aus der Verwaltung entsorgt und welche aufbewahrt werden.

„Etwa fünf bis zehn Prozent der Akten werden ins Archiv übernommen“, so Pöppel. Vorher wird gesichtet, um welche Inhalte es geht. Routineangelegenheiten werden beispielhaft archiviert, Protokolle von Gemeinderatssitzungen immer aufbewahrt, um sie Interessierten zugänglich zu machen. Dazu gehört ein Verzeichnis, was archiviert und was vernichtet wurde. Des weiteren kommen Digitalisierung und die Überlegung, wie E-Mail-Verkehr aufbewahrt werden kann, hinzu. Da kommt es dem Archivar zugute, von Haus aus ordentlich und penibel zu sein. „Das bin ich auch privat“, bekennt er, seine Freundin könne damit umgehen. Zudem liest der junge Mann gerne Sachbücher über Geschichte, auch originalsprachliche Bücher, sieht Filme, zeichnet und war früher 18 Jahre lang als Pfadfinder aktiv.



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