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Stormarner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:01 Uhr

Der Maulwurf hat es geschafft

vom

Die langwierigen Bauarbeiten am Zuschlag sind bald abgeschlossen / Reinfelds Stadtwerkechef dankt für die Geduld

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Reinfeld | Bald haben es die Reinfelder geschafft: Seit November werden neue Abwasserrohre in der Stadt verlegt. In den Sommerferien soll die Mahlmannstraße asphaltiert und damit die Baumaßnahme beendet werden. Wer genau wissen will, was unter Reinfelds Straßen in den vergangenen Monaten geschehen ist, kann sich am Sonnabend, 18. Mai, von 10 bis 12 Uhr informieren. Die Stadtwerke laden zu einer Begehung der Baustelle ein.

Klaus-Dieter Herrmann, Leiter der Stadtwerke, verspricht: "Die Baustelle zwischen Kreisel und Bahnübergang wird spätestens zum Ende der Sommerferien verschwunden sein." Herrmann muss es wissen, denn sein letztes großes Bauvorhaben am Ende seiner Dienstzeit ist voll im Zeitplan. Die Bauarbeiten waren nötig geworden, da der Neuhöfer Teich, durch Regenwasser, das Benzin- und Ölrückstände auf den Straßen wegspülte, immer mehr verdreckte.

Außerdem bestand die Gefahr, dass der Teich am Lokfelder Damm den eingeleiteten Wassermassen bei starkem Regen nicht mehr standhalten konnte. Auch die alten Rohre an der Einmündung Mahlmannstraße/Neuhof fassten keine großen Regenmengen, so dass es hinter dem Kreisel schon öfter zu Überschwemmungen gekommen war. Um diese Probleme zu beheben, wurde seit Jahren an der Entwässerung des Stadtgebietes geplant. So hat Reinfeld eines der modernsten Regenrückhaltebecken der Region bekommen, in dem sich die Schadstoffe zuerst absetzen und das gereinigte Regenwasser anschließend versickert. Herrmann ist stolz auf diese Becken, die in kurzer Zeit zu einem Biotop werden sollen.

Mitte November hatte die heiße Phase begonnen: Die Mahlmannstraße musste zeitweise gesperrt werden, da an der Einmündung Mahlmann- /Bahnhofstraße eine knapp sechs Meter tiefe Grube ausgehoben werden musste, um die große Tunnelbaumaschine an ihren Ausgangspunkt zu bringen. Sie hat in den zurückliegenden Monaten ganze Arbeit geleistet und zunächst die neuen Abwasserrohre unter die Schienen hindurch gepresst. 30 Meter legte die Bohrmaschine bis zum Zuschlag zurück, wo die neue Abwasserleitung an das bestehende Netz angeschlossen werden konnte.

"Am meisten gezittert haben wir, als der Maulwurf unter der Bahn auf harten Untergrund stieß", erinnert sich Klaus-Dieter Herrmann. Im nächsten Bauabschnitt buddelte sich der unterirdische Maulwurf bis fast zum Lokal "Lallbüdel". Bis hier liegen bereits neue Rohre, die das Oberflächenwasser im Bereich Bischofsteicher Weg, Bahnhofstraße und Friedrich-Ebert-Straße aufnehmen.

Einmal wird es noch zu einer Sperrung der Mahlmannstraße kommen: "In den Ferien, wenn die Busse nicht fahren, wird die Asphaltdecke auf der Mahlmannstraße erneuert", erklärt Herrmann. "Dann werden wir den Verkehr ein letztes Mal für zwei bis drei Tage über den Kalkgraben umleiten müssen." Die Geduld der Bürger sei sehr hoch und die Rücksichtnahme untereinander wirklich anerkennenswert gewesen. "Vielen Dank allen Reinfeldern für ihre Geduld", so Herrmann.

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