Stormarn : Der Leuchtturm im ganzen Norden

Die Doku „stormarn – gestern, heute, morgen“ feiert Premiere.
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Kreis Stormarn schneidet bei bundesweitem Vergleich super ab: Platz 57!

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13. Februar 2018, 06:00 Uhr

„Die besten Städte und Regionen“ nennt das Nachrichtenmagazin „Focus“ einen bundesweiten Vergleich, den wieder der Kölner Sozialforscher Wolfgang Steinle im Auftrag des Magazins zusammenstellte. Das grundsätzliche Ergebnis ist ähnlich wie im Prognos Zukunftsatlas, der alle drei Jahre, zuletzt 2016, erschien: Die Musik spielt im Süden, in Bayern und Baden-Württemberg, ganz mau sieht es in den neuen Bundesländern aus.

Im Norden steht beim Focus aber nicht Wolfsburg, sondern Stormarn einsam an der Spitze. Platz 57 kommt nach der Zählweise der Kölner für den Kreis zwischen Hamburg und Lübeck heraus. Ganz so gut war Stormarn 2016 bei Prognos mit Rang 75 nicht. Beim „Focus“ liegt Stormarn aber vor Wolfsburg mit Rang 72. Die Autostadt und Vechta (89) sind die einzigen anderen Regionen im ganzen Norden, die eine zweistellige Platzierungen schafften.

Pinneberg, zweitbester Kreis in Schleswig-Holstein hat sich von Rang 103 auf 171 verschlechtert. Segeberg landet auf 246, das Herzogtum Lauenburg auf 261. Stormarn konnte seinen Platz im Vergleich zu 2015 verteidigen, die beiden Kreise sind leicht abgesackt, Nachbar Lübeck dagegen ist regelrecht abgestürzt. Nach Rang 199 im Vorjahr landet die Hansestadt dieses Mal im letzten Viertel. Rang 328 ist auch die schlechteste Platzierung in ganz Schleswig-Holstein.

Die Kölner bewerteten die Lebensqualität in Stormarn gerade mal mittelmäßig mit Platz 208. Allerdings sehen sie alle anderen Kreise und Städte noch deutlich schlechter. Gut steht Stormarn bei Produktivität und Standortkosten, Einkommen und Attraktivität da. Und ganz weit vorne sehen die Kölner den Kreis bei Firmengründungen. Mit Platz 28 hängt Stormarn sehr viele andere Standorte ab, die über Hochschulen und Universitäten verfügen.

Deutlich besser ist in dem Punkt allerdings der große Nachbar Hamburg. Mit Rang 4 bei Firmengründungen schafft es Hamburg als einzige Region im Norden überhaupt in eine der Top-Ten-Listen. Besser als Stormarn ist Hamburg auch bei Einkommen und Attraktivität, trotzdem wurde die Großstadt insgesamt schlechter bewertet und belegt Platz 86.

Für Wachstum und Jobs wurden das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner und die Arbeitslosigkeit sowie deren Entwicklung verglichen. Das Bruttoinlandsprodukt spielt neben der Gewerbesteuer auch in der Kategorie Produktivität und Standortkosten eine Rolle. Für Einkommen und Attraktivität verglichen die Forscher Arbeitsentgelte, Haushaltseinkommen und den Saldo aus Weg- und Zuzügen. Bei Firmengründungen spielten nicht nur Gewerbean- und Abmeldungen eine Rolle, sondern auch die Verfügbarkeit und Verbreitung von schnellem Internet. Das dürfte Stormarn nach vorne gebracht haben.

Für die Bewertung der Lebensqualität wurden bei dem bundesweiten Vergleich acht Indikatoren herangezogen: Sicherheit gemessen an Straßenkriminalität und Wohnungseinbrüchen, Arbeitskräftepotenzial bei den bis 25-Jährigen, Gleichbehandlung von Frauen bei Löhnen, Empfänger von Hartz IV und Grundsicherung, Krankheitstage, kommunale Steuereinnahmen sowie Trinkwasserqualität.
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