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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 22:40 Uhr

Reiselust : Der lange Weg nach Chile

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Antonia Piette aus Bad Oldesloe möchte in einem chilenischen Kinderheim helfen. Noch fehlen Sponsoren für die Reise

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 18:00 Uhr

Als die Oldesloerin Antonia Piette im Sommer ihr Abitur an der Theodor-Mommsen-Schule in der Kreisstadt machte, stand für die Deutsch-Französin bereits fest, dass sie nach der Schulzeit „etwas Soziales“ machen wolle – im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes. „Ich wollte in eine Ecke der Erde, die ich noch nicht kenne. Etwas von der Welt sehen und dabei etwas Sinnvolles tun“, erläutert die 19-Jährige.

Ihre Wahl fiel auf Chile. Dort wird sie im Freiwilligendienst in einem Kinderheim eingesetzt werden. Doch vorher ging erstmal der Gang durch die Behörden los. „Es ist schon echt irre, was man vorher so alles bedenken muss, was es alles zu tun gibt“, berichtet Piette. Doch nun ist auch das Visum gestellt, und es kann bald losgehen. Zwischen zwei und vier Wochen soll es dauern, bis das Visum ausgestellt ist.

Diese Zeit bleibt Antonia Piette nun noch, um ein wichtiges anderes Problem zu lösen. Denn eine Voraussetzung der durchführenden Organisation Via e.V. ist es, dass man es selbst schafft, einen Anteil der 15 000 Euro Kosten für die zwölf Monate im Ausland aufzubringen. Und das nicht aus dem eigenen Portemonaie oder von den Eltern, sondern durch Sponsoren. 2400 Euro muss Antonia Piette von Unternehmen oder auch Privatpersonen sammeln, um die Reise antreten zu können.

„Es geht darum, dass man zeigt, dass einem wirklich etwas an dem Projekt liegt und man auch bereit ist, das Thema Firmen und Privatpersonen vorzustellen“, erläutert sie. Ein Großteil der verbleibenden Summe wird vom Internationalen Jugendfreiwilligendiesnt der Bundesregieung gefördert.

„Ich wusste, dass das so ist. Und ich weiß, dass das eine seriöse Organisation ist. Das ist mir halt enorm wichtig. Ich möchte helfen und wissen, dass das alles gut durchgeführt wird.“ Ein normaler Austausch käme für sie daher gar nicht in Frage.

Natürlich werde der Dienst in einem katholischen Heim für misshandelte Kinder eine Herausforderung, doch genau die Suche sie ja auch. „Das Heim kümmert sich um die Bildung der Kinder und darum, dass sie ein besseres Leben in der Zukunft haben. Ich finde, dass das eine schöne Aufgabe ist.“ In diesem speziellen Heim werde sie die erste Freiwillige aus einem anderen Land sein. Auch das werde sicherlich spannend. „Ich habe eigentlich keine Angst. Die Vorfreude ist riesig. Ich hoffe, dass sich Sponsoren finden und dass es bald losgehen kann“, so Piette. 12 Monate soll der Aufenthalt ab dem Abflug dauern. „Ich möchte die Menschen und das Land kennen lernen. Allerdings weiß ich auch jetzt schon, dass ich 40 Stunden in der Woche arbeite und nur 20 Tage frei habe in dieser Zeit. „Es ist also definitiv kein Urlaub, sondern eine sinnvolle Arbeit.“


>Kontakt: Unternehmen oder auch private Spender, die Antonia Piette unterstützen möchte, können sich per Mail direkt an Antonia wenden unter der Mail: antonia.piette@gmail.com.

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