Der Laden ohne Kasse

Start der neuen Tafel-Ausgabe in Großhansdorf neben der U-Bahn Kiekut: (von rechts) Fred Seidel (langjähriger Ta-fel-Fahrer), Bürgermeister Janhinnerk Voß, Johannes Kelp (Vorsitzender der Ahrensburger Tafel) und fünf neuen Tafel-Helferinnen.
Start der neuen Ausgabe neben der U-Bahn Kiekut: Fahrer Fred Seidel, Bürgermeister Janhinnerk Voß, Johannes Kelp und fünf neue Tafel-Helferinnen.

Ahrensburger Tafel eröffnet in Großhansdorf die fünfte Ausgabestelle

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04. Dezember 2014, 13:59 Uhr

Innerhalb von nur zwei Monaten eröffnete die Ahrensburger Tafel im Großhansdorfer Ortsteil Schmalenbeck eine weitere Ausgabestelle. Es ist die fünfte nach Ahrensburg, Bargteheide, Großlohe, Rahlstedt sowie Ammersbek-Hoisbüttel. Der neue Tafel-Laden soll wie der in Ammersbek die an ihre Kapazitätsgrenzen stoßende Ausgabestelle in Ahrensburg weiter entlasten.

Von dort aus wurden bisher mindestens 30 Bedürftige aus Großhansdorf, Hoisdorf oder Siek mit versorgt. Für sie alle werden nun die Wege kürzer. Zudem erwartet die Ahrensburger Tafel weiteren Zulauf von Hartz-IV-Empfängern, Rentnern, Asylbewerbern und Flüchtlingen, die nicht so mobil sind und die anderen Tafel-Ausgabestellen bisher nicht nutzen konnten.

Der neue „Laden ohne Kasse“ in einer kleinen Ladenzeile direkt neben der U-Bahnhof Kiekut in Sichtweite des Rathauses ist mittwochnachmittags geöffnet. Die Lebensmittel-Ausgabe erfolgt zwischen 16 und 17 Uhr, bereits ab 15.30 Uhr können Berechtigungsausweise ausgestellt werden. Neben dem langjährigen Tafel-Fahrer Fred Seidel stehen fünf neue Helferinnen zur Verfügung: Ulrike Greve, Erika Kohl, Inge Präßler, Karin Seidel und Peggy Sonntag. Der Tafel-Vorsitzende Johannes Kelp wird die neue Helfer-Mannschaft anfangs unterstützen. Nach seiner Aussage sucht die Ahrensburger Tafel Helfer auch für die anderen Ausgabestellen sowie Fahrer und Beifahrer.

Großhansdorf unterstützt den gemeinnützigen Tafel-Verein am neuen Standort. Die Gemeinde zahlt die Miete samt Nebenkosten, 7500 Euro im Jahr, für den 40 qm großen Raum, der auch über Kühlvorrichtungen verfügt und bis zum Vorjahr ein Zeitschriftenladen mit Lotto-Annahmestelle war.

Er sei sehr froh über die Eröffnung des neuen Tafel-Ladens in bester Verkehrslage, sagt Bürgermeister Janhinnerk Voß. Die gemeinnützige Einrichtung habe eine „wichtige Ausgleichsfunktion in unserem sozialen Netz“, so Voß. Nach Aussage des Verwaltungschefs seien als „potenzielle Tafel-Berechtigte“ derzeit je 40 Empfänger und Grundsicherungsrente registriert. Hinzu kämen 37 Asylbewerber. Man erwarte, dass sich deren Zahl insbesondere durch weitere Kriegsflüchtlinge innerhalb der Jahresfrist verdoppeln werde.

Tafel-Vorsitzender Johannes Kelp (Ahrensburg) dankte der Gemeinde für diesen hilfreichen Schritt. Die Ahrensburger Tafel versorge inzwischen mehr als 2000 Bedürftige in ihrem Zuständigkeitsbereich. Ware sei ausreichend vorhanden; rund 90 Firmen in Mittelstormarn und im Hamburger Osten werden jeden Werktag von den fünf Tafel-Kleinlastern angefahren.

Die Ahrensburger Tafel rechnet in der neuen Ausgabestelle Großhansdorf im Laufe der Zeit mit bis zu 50 Kunden. Gleich der Eröffnungstag übertraf mit 23 Bedürftigen, darunter fünf neue, die Erwartungen.

Am Nikolaustag findet zum fünften Mal die Weihnachtsspenden-Aktion „Bitte Eins mehr“ statt. In fünf Supermärkten werden Kunden um länger haltbare Lebensmittel gebeten: „Bitte kaufen Sie ein Teil mehr“. Im Vorjahr kamen auf diese Weise in Ahrensburg und Bargteheide mehr als 50 Zentner Waren zusammen. Zudem gab es zahlreiche spontane Geldspenden. In diesem Jahr kommen zwei Märkte in Ammersbek und Großhansdorf hinzu.




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