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Künstlerdorf Barnitz : Der kunstvolle Ausnahmezustand

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Besucher des elften Kunsthandfestes in Barnitz kamen gestern bereits in Scharen. Auch am Wochenende haben ide zahlreichen Ateliers in Barnitz noch für Besucher geöffnet.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 11:31 Uhr

„Was für ein wunderbarer Tag“, schwärmt Restaurator und Antiquitätenhändler Uwe Kollschegg. So viele interessierte und begeisterte Besucher bei den Kunsthandwerkern in seinem Festsaal. „Keiner geht gleichgültig vorbei, fast jeder kommt mit den Künstlern ins Gespräch“, freut er sich. Und dazu noch das sonnige Himmelfahrtswetter, bei dem man bei Kaffee und Kuchen in seinem Garten direkt an der Trave sitzen kann. Er und fünf weitere Künstler haben zum 11. Kunsthandfest eingeladen und öffnen noch bis Sonntagabend ihre Ateliers für Besucher. Und diese kamen bereits gestern in Scharen – das kleine, idyllische Örtchen Barnitz im künstlerischen Ausnahmezustand.

Gleich nebenan bei Goldschmiedin Rea Högner wehen Holzobjekte von Christhard und Regina Richter sanft im Wind. Drinnen zeigt Vergolderin Gabriele Pfannenstiel Rahmen und Spiegel. Die wunderschön gefertigten Plastiken der Bildhauerschule begrüßen den Besucher vor der Tür zum Atelier von Bildhauer Thomas Helbing. „Einige meiner Schüler können sich durchaus mit namhaften Profis messen“, sagt er. Innen wird man überrascht von großflächigen Ölgemälden des Künstlers Wolfgang Beckmann.

Auch in der Alten Schule von Ute Elisabeth Herwig herrscht großer Andrang. Durch das geöffnete Fenster lugt eine Schaufensterpuppe, die ein Tuch ihrer Hernel-Kollektion über die Schultern trägt. Draußen überraschen die aus Granit gefertigten Steinskulpturen des Polen Piotr Krawczyk. Einmalig schön seine geschliffenen Riesenschildkröten.

Oben im Atelier – leider ein wenig versteckt, aber durchaus sehenswert: die mehrfach ausgezeichnete Goldschmiedin Cornelia Brockstedt, die hier ihre Polymer-Clay-Kreationen zeigt. „Ich habe mich einfach in das Material verliebt“, sagt die Künstlerin. Aus Fimo gefertigter Schmuck – in Amerika längst etabliert.

Einige Häuser weiter beim Künstlerehepaar Stellmach entdeckt der Besucher fast zufällig - weil teilweise hinter Efeuranken versteckt – ein von Friedrich Stellmach „übermaltes“ Ölbild, das er auf dem Dachboden seines Vaters fand und in das er den Absturz der Concorde zeichnete. „Das fiel mir einfach so aus Langeweile ein“, stellt der Künstler sein Licht gern unter den Scheffel. Seine Frau Gabriele zeigt ihre neue Mützen-Kollektion aus reiner Wolle.


Das Kunsthandfest ist heute, am Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonnabend um 19.30 Uhr wird in der Alten Schule die Kurzfilmrolle Schleswig-Holstein gezeigt. Um 14.30 Uhr (bei Thomas Helbing) und um 16 Uhr (bei Rea Högner) tritt die A-cappella-Formation „Baff“ auf.









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