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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 02:37 Uhr

Der Kulturring zieht Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Spielzeit 2014/2015 gelungen, neues Programm überaus sehenswert – aber weiter Zoff mit der Stadt

Eine gelungene Spielzeit 2014/15, ein umfangreiches neues Programm für 2016/17 – eigentlich könnte die Welt des Bargteheider Kulturrings sehr in Ordnung sein. Doch wie zu erwarten war, wurde die Jahresversammlung des Kulturrings unter Vorsitz von Manfred Kutsche vor allem durch ein Thema geprägt: dem entstandenen Streit zwischen der Stadtverwaltung und den Kulturmachern aus Bargteheide. Im Interview mit dem Tageblatt hatte Kutsche Mängel in Sachen Kommunikation und Transparenz in Bezug auf den neu geplanten Trägerverein für das Kleine Theater angeprangert. Mit der folgenden Reaktion seitens der Stadt habe er nicht gerechnet. „Es gab die Möglichkeit, das alles ohne Gesichtsverlust zu überstehen. Doch anstatt zu fragen, wie man die Probleme beheben kann, wurden vom Bürgermeister und der Aussschussvorsitzenden Wiebke Garling-Witt unwahre Behauptungen in den Raum gestellt“, so Kutsche enttäuscht: „Es stimmt nicht, dass ich oder der Kulturring insgesamt ein gutes Angebot der Stadt abgelehnt haben. Wir haben gar nichts abgelehnt.“

Es bringe nun auch nichts, wenn Bürgermeister Görtz behaupte, er sei nur falsch zitiert worden, weil dieselbe Behauptung in einer Mail an den Kulturring zu finden war.

Die Mitglieder reagierten fassungslos. Manche regten die Einsetzung eines Mediators an. Doch Kutsche sieht dafür keine Grundlage. „Wir haben nichts falsch gemacht. Müssen nicht irgendwie zurückrudern. Es gibt keine Kompromisse und es geht nicht um Eitelkeiten“, so der Vorsitzende. Der Bürgermeister müsse die Behauptung zurücknehmen. Das sei alles. „Es gibt Defizite im Wissen und Risiken für uns. Wir können nicht von unserer Position abrücken“, so Kutsche. Ein Mitwirken im Trägerverein sei nach den Informationen, die es bisher gibt, für den Kulturring kein Thema. Ein Hineinreden jeglicher Art in das Programm werde es nicht geben. Man habe in der Vergangenheit die Zusage für maximal 14 Aufführungen bekommen. „Die werden wir auch maximal machen. Was und wie viel wir ehrenamtlich machen, entscheiden wir alleine. Ein Terminkalender und verlässliche Regeln – mehr braucht es nicht“, betont Kutsche.

In der Spielzeit 2014/15 waren fast alle Aufführungen mit 330 Zuschauern ausverkauft. Der „schlechteste“ Besuch lag bei 267 verkauften Tickets. Die Mitgliedsbeiträge von 36 Euro (Mitglied), 99 Euro (Familie) und 16.50 Euro (Jugendliche) bleiben erhalten. Durch das Ausscheiden von Jutta Predöhl und Horst Drabant aus dem Vorstand kam es zu Neuwahlen einiger Posten. Neben Manfred Kutsche als Vorsitzendem sitzen dort jetzt Christa Schramm (Stellvertreterin), Sandra Spiegelberg (Kassenwartin), Cornelia Clasen (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Edina Fritsch, Albert Schramm, Gabriele de Valerio und Gisela Heuser.

„Wegen der erschwerten Planungsbedingungen mussten wir leider auf einige Ideen und Tourtheater verzichten, die wir nicht länger hinhalten können“, so Kutsche: „Trotzdem ist uns wieder ein sehr tolles Programm gelungen.“ Die neue Spielzeit bietet in diesem Jahr noch: „Merci Udo – eine Hommage an Udo Jürgens“ (19. September), „Backbeats – Die Beatles in Hamburg (30. September), „Krach im Hause Gott“ (24. Oktober), den Gerichtsthriller „Terror“ (5. November), „Trude träumt von Afrika“ (14. November), „Salut Salon“ (28. November), Comedian „Herr Holm“ (5. Dezember) und die Texas Lightning Musikerin Jane Comerford mit „This is me“ (15. Dezember).

 

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erstellt am 15.Apr.2016 | 14:52 Uhr

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