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Problemzone : Der Kopf spielt derzeit nicht mit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Badminton-Erstligist TSV Trittau verschenkt beim 1:5 gegen den SC Union Lüdinghausen einmal mehr unnötig Punkte. Dabei liegt das Problem bei den Stormarnen nicht grundsätzlich in der Qualität der Spieler. Vielmehr bremsen Robin Tabeling und Co. mentale Probleme aus.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 07:00 Uhr

Die Statistik mutete kurios an. 230 Punkte hatten die Badmintonspieler des TSV Trittau am Ende auf der Habenseite. Gegner SC Union Lüdinghausen kam nur auf 228. Dennoch verließen die Stormarner die eigene Halle nach der Erstligabegegnung nicht als Sieger. Die Nordrhein-Westfalen durften über einen vermeintlich klaren 5:1-Erfolg jubeln. Deutlich aber war das Ergebnis nur auf den ersten Blick. Der TSV Trittau hatte einmal mehr mindestens ein Unentschieden verschenkt. „Nach dem Spielverlauf hätte das Duell auch 3:3 ausgehen können“, bedauerte Trittaus Teammanagerin Sabina Persson, dass die couragierte Leistung gegen eines der Top-Teams der Liga nicht von Erfolg gekrönt war. Wieder einmal.

Schon beim 1:5 gegen den TV Refrath und beim 2:4 gegen den 1. BC Beuel verschenkten die Stormarner einen Punkt. Das 3:3 beim 1. BC Düren war zwar im vierten Spiel der erste Punktgewinn der Saison – aber auch da ließen die Trittauer unnötig einen Zähler liegen. Der Grund für den schwachen Saisonstart mit nur drei Punkten aus den ersten sechs Spielen, ist derweil offensichtlich: Der Kopf spielt nicht mit. Wenn es eng wird, versagen den Trittauern regelmäßig die Nerven. Stellvertretend dafür steht Robin Tabeling. Der Niederländer ließ seinem Frust nach dem verlorenen Mixed mit seiner Schwester Iris (21:16, 18:21, 17:21) freien Lauf. Der 21-Jährige schimpfte und haderte. Vor allem mit sich und seiner Situation. Tabeling, vergangene Saison noch mit einer Gesamtbilanz von 5:3 Siegen, wartet in der aktuellen Spielzeit nach sechs Partien im Doppel oder Mixed immer noch auf seinen ersten Erfolg. „Immer verliere ich in drei Sätzen“, entfuhr es dem 21-Jährigen nach dem verlorenen Mixed frustriert. „Robin hat momentan ein kleines mentales Problem. Er braucht einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis“, erklärte Sabina Persson, die auch betonte, dass die Voraussetzungen gegen Lüdinghausen hätten besser sein können.

So musste Trittau etwa ohne die starke Finnin Nanna Vainio, die bislang eine Bilanz von 6:4 Siegen im Einzel und Doppel zu verbuchen hat, auskommen. Für sie sprang einmal mehr die erst 15-jährige Marina Korsch ein – und die sorgte beim 21:1 und 21:0 über Eefje Muskens für den einzigen Trittauer Punkt. Dass ihre Gegnerin aufgeben musste, lasse Korschs Leistung allerdings in den Hintergrund treten, bedauerte Persson. Lüdinghausens Niederländerin war bereits verletzt in die Partie gegangen. Doch Korsch habe sich taktisch äußerst klug verhalten. Sie ließ ihre Kontrahentin laufen, variierte ihre Schläge. „So hat sie Eefje Muskens quasi zur Aufgabe gezwungen“, lobte Sabina Persson das Trittauer Talent.

Am Sonnabend (14 Uhr) empfangen die Stormarner den Tabellenzweiten 1. BC Bischmisheim. Eine Partie, in der Trittau nur gewinnen kann, weil das Team als Außenseiter gilt. Am 13. Dezember (14 Uhr) folgt dann das Duell beim aktuellen Schlusslicht SG Anspach. „Das dürfte vorerst das wichtigste Spiel werden“, so Persson.

TSV Trittau – SC Union Lüdinghausen 1:5

HD: Nikolaj Persson/Robin Tabeling – Josche Zurwonne/Matthew Nottingham 14:21, 17:21; DD: Iris Tabeling/Marina Korsch – Eefje Muskens/Kira Kattenbeck 18:21, 19:21; HE1: Ary Trisnanto – André Kurniawan Tedjono 20:22, 17:21; DE: Marina Korsch – Eefje Muskens 21:1, 21:0; GD: Robin Tabeling/Iris Tabeling – Matthew Nottingham/Kira Kattenbeck 21:16, 18:21, 17:21; HE2: Jonathan Persson – Yuhan Tan 12:21, 15:21; Sätze: 3:10; Spielpunkte: 230:228.

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