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Traditionsfest am Seefelder See : Der Karpfen ist von bester Qualität

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das traditionelle Abfischen zieht Jung und Alt in den Bann und ebenso die Kormorane und Reiher

Ein besonderes Spektakel spielt sich jedes Jahr am dritten Sonnabend im Oktober in Seefeld ab. Am See – mitten im Dorf – laden seit 1951 die 23 Anteilseigener der Seegemeinschaft zum Abfischen. Längst ist das mehr als nur eine „Fischernte“. Es ist ein beliebtes Fest, an dem viele Seefelder beteiligt sind. An ein paar Ständen werden frische Produkte wie Wurst, Griebenschmalz und Honig angeboten, im Festzelt am Ufer sitzt man bei warmen Getränken und einem Bier gern zusammen – und das selbst bei nasskalter Witterung.

Dem Gast bietet sich am Sonnabend eine geradezu typische Herbstidylle, von der sich in diesem Jahr auch NDR-Meterologe Meeno Schrader vor Ort ein Bild macht. Er dreht seinen Fernseh-Wetterbericht direkt am Ufer. Während die See-Anteilseigener und ihre Helfer mit dem Abfischen beschäftigt sind, das in den frühen Morgenstunden begonnen hat, freuen sich die Kinder über einen Ausflug in den Uferschlamm oder sie bestaunen die großen Karpfen, Hechte und Schleie, die aus dem Wasser transportiert werden. „Mit der Karpfenernte sind wir sehr zufrieden. Alles ist soweit gut“, erklärt Hermann Tjarks von der Seegemeinschaft, die übrigens überzeugt ist, den weithin gerühmten Reinfelder Karpfen in Sachen Geschmack und Qualität zu übertreffen.

Die abgefischten Karpfen werden an diesem Festtag in der Kate am Ufer direkt zum Kauf angeboten. Übrigens: Die Fische, die keinen Abnehmer finden oder noch zu klein sind, wandern wieder zurück in den See, so dass auch im nächsten Jahr eine gute Ernte gesichert ist.

Nur ein Punkt bereitet Hermann Tjarks und seinen Kollegen bei aller Freude über den reibungslosen Ablauf und die gute Resonanz seitens der Besucher und Kunden wieder Sorgen: die Kormorane. Die hatten sich genau wie ein paar Reiher und Möwen bereits an den Fischen reichlich bedient, die sie im abfließenden Wasser erspähten. Über einen Zeitraum von vier Wochen war der Seefelder See langsam abgelassen worden und hatte so für ein quasi offen liegendes Buffet gesorgt. „Die Kormorane haben sich wieder sehr viele Schleie geholt. Dementsprechend schlecht sieht es da für uns aus“, ist Tjarks betrübt.

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erstellt am 18.Okt.2015 | 16:43 Uhr

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