Der Job fordert die ganze Freizeit Foto: 

Besonders aufwändig: Ein sehr echt aussehender Alien, der von Marie Zschommler geschminkt und modelliert wurde.
Besonders aufwändig: Ein sehr echt aussehender Alien, der von Marie Zschommler geschminkt und modelliert wurde.

Andreas Olbertz. von
18. Juni 2016, 10:38 Uhr

Ein wichtiges Bindeglied im Team ist Marie Zschommler. „Schon als ich klein war, wollte ich Maskenbildnerin werden“, sagt sie.

Eine kostspielige, dreijährige Berufsausbildung und viele Jahre Arbeitserfahrung liegen hinter ihr. Wichtige Voraussetzungen für den Beruf sind zudem Praktika, besonders im Friseur- und Kosmetikbereich. Erst nach etwa sieben Jahren gibt es die Möglichkeit, einen Job am Theater zu bekommen. Die Arbeit der Maskenbildner liegt zu großen Teilen in der Vorbereitung und nicht im eigentlichen Frisieren oder Schminken der Schauspieler. „Vor allem in die Fertigung von Perücken muss man viel Zeit investieren, denn als Grundlage für die Kunsthaare wird ein maßgefertigtes Haarnetz, das 20 bis 30 Stunden in Anspruch nimmt, benötigt“, erklärt Marie Zschommler. Eine Perücke aus Haaren zu knüpfen, dauert 40 bis 60 Stunden. „Die ersten drei Perücken sehen echt schlimm aus.“, weiß Marie Zschommler aus Erfahrung: „Doch mit der Zeit verbessert man sich.“ Eine Perücke kostet zwischen 2000 und 10  000 Euro. Aber nicht nur die Frisur der Schauspieler ist wichtig, auch die Schminke und die Maske sind unverzichtbar. Je kleiner die Bühne und je näher die Zuschauer, desto detaillierter und genauer muss gearbeitet werden. Für ihren Job opfern Maskenbildner fast ihre gesamte Freizeit. Er fordere Leidenschaft und Willen, denn die Bezahlung sei nicht sonderlich gut. Es ist schwierig, das Familien- mit dem Arbeitsleben zu vereinbaren. „Nur wenn man den Willen dazu hat und immer dran bleibt, kann man etwas erreichen“, so Marie Zschommler.

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