Bad Oldesloe : Der Folk-Nachwuchs

Machen auch mal Straßenmusik: Die Oldesloer Folkband „Exzenter“ in der Fußgängerzone.
Machen auch mal Straßenmusik: Die Oldesloer Folkband „Exzenter“ in der Fußgängerzone.

Drei Jahre nach ihrer Gründung haben die Mitglieder der Band „Exzenter“ viele Pläne für 2018.

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23. Februar 2018, 06:00 Uhr

Banjo, Violine und Whistle – die junge Band „Exzenter“ aus Bad Oldesloe beweist seit drei Jahren, dass Folkmusik in der jüngeren Musikergeneration eine Zukunft hat.

Die Kreisstadt hat eine durchaus sehens- und hörenswerte Tradition was Folk und Irish-Folk-Combos angeht. Ob nun die weit über Stormarn hinaus bekannten „Nuthouse Flowers“, die vor allem mit ihren „The Pogues“ Covern bekannt wurde, aber in über 25 Jahren Bestehen einen eigenständigen Stil gefunden haben, oder aber auch Manfred Brembach alias Sean ´O Brian, der seit Jahrzehnten nicht nur selbst auf der Bühne steht, sondern auch für die Konzerte der „Pure irish drops“ in Bad Oldesloe verantwortlich war – es gibt vor Ort eine Plattform für Folkklänge.

2015 trafen sich einige Schüler rund um Frederik Akkermann alias Fred´derk van den Akker, Frontmann und Multiinstrumentalist der Band, zu einer ersten Probe. „Das war an einem Vogelschießentag“, erinnern sich die Musiker ganz genau.

Man testete zunächst unterschiedliche Genres durch, und schnell folgten erste Mitgliederwechsel. Schließlich stellten die Nachwuchsmusiker fest, dass Folkeinflüsse ihr gemeinsamer musikalischer Nenner waren. „Allerdings wollten wir alle nicht nur den Folk irischer Art spielen, sondern auch ganz vielfältige internationale Einflüsse zulassen. Wir einigten uns daher auf: international Folk“, so Akkermann. Auch nach dieser Entscheidung dauerte es erstmal noch ein Jahr, bis sich „Exzenter“ einem großen Publikum präsentieren wollten.

Die Weihnachtsgala am 21.12. 2016 wird als offizieller erster Auftritt in der bandinternen Liste geführt. Dann ging es Schlag auf Schlag. Auftritte bei Veranstaltungen von Klangstadt, die offene Bühne im Kub oder Musikschulevents.

Auch der erste Song „The Rabbit“ entstand. Im vergangenen Jahr schlossen sich dann einige kleine Kreise der Bandgeschichte. Beim Vogelschießen traten sie exakt 24 Monate nach ihrer Gründung auf dem Exer auf, und die „Nuthouse Flowers“ adelten den lokalen Nachwuchs und luden sie zum gemeinsamen Auftritt in der Kupfermühle ein. Schließlich folgte am 24. November der erste vollständig selbst organisierte Konzertabend mit einem „Thanksgiving-Konzert“ in einem Restaurant in Hamburg.

In diesem Jahr fühlt sich die Band – zu der neben Akkermann noch Malte Richert (Schlagzeug/Percussion), Flemming Ostermann (Co-Leader, Gitarre, Backgroundvocals), Lisa-Marie Lill (Violine, Sängerin) und Linda Utesch (Bass) – nun für die nächsten Schritte bereit. Ein Auftritt auf dem Stadtfest ist geplant, außerdem wird eine erste EP mit eigenen Songs produziert, auch das erste Musikvideo soll entstehen. „Wir wollen unseren Gigradius außerdem weiter ausweiten in Richtung Hamburg und Lübeck“, erklärt Frontmann Akkermann. „Wir wollen unseren Stil verfeinern, indem wir uns noch mehr mit Klangerzeugnissen aus aller Welt beschäftigen. Wichtig ist uns dabei, dass wir auch die Wirkung der einzelnen Sprachen weitergeben wollen und die Geschichten, die mit der jeweiligen Folkmusik transportiert wurden und nun auch weiterhin werden“, so Akkermann.

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