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Stormarner Tageblatt

21. August 2017 | 02:51 Uhr

„Der Eulenspiegel liegt mir“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Möllner Autor Detlef Romey veröffentlicht neue Geschichten rund um den Volkshelden

Till Eulenspiegel begegnet man in Mölln auf Schritt und Tritt – und das im wahrsten Sinne des Wortes, weiß Detlef Romey. Nach kurzem Suchen auf dem Mühlenplatz zeigt er auf einen der gepflasterten Feldsteine. Wer genau hinsieht, erkennt das eingeritzte Antlitz des bekannten Narren. „Wer es gemacht hat, weiß niemand“, erklärt Detlef Romey.

Der Schauspieler, Schriftsteller und Entertainer aus Mölln fühlt sich Till Eulenspiegel seit vielen Jahren eng verbunden, spürt eine Seelenverwandtschaft. Er initiierte unter anderem die Lesungen der 96 bekannten Historien des Hermann Bothe, ausgestrahlt in „Mölln TV“ und schrieb das Buch „Der Schatten und der Esel“. Darin begegnen sich Till und sein türkisches Pendant Nasreddin Hodscha erstmals.

Jetzt hat der 52-Jährige ein weiteres Buch rund um Till geschrieben. Unter dem Titel „Der falsche Narr“ verfasste Romey 14 neue Geschichten von Till. „Ich habe ihn zeitgenössischer beschrieben und entstaubt. Es sind neue Abenteuer über Dummheit, Leichtgläubigkeit und die Lust am Schalk entstanden“, sagt der Autor und ergänzt: „Ich habe Till mehr Weisheit gegeben“.

Zwei der Geschichten lagen bereits in der Schublade, der Rest sei in den vergangenen sechs Monaten erdacht worden. Dabei spielen nur vier davon in Mölln. Weitere Orte des Geschehens sind Grevesmühlen, Demmin oder Güstrow. In Mölln trifft Till den Ehrenbürger George Bernard Shaw und Nasreddin. In „Narrenklinik“ geht es realsatirisch um die Gebeine des Narren, die während Straßenbauarbeiten in der Hauptstraße gefunden werden. Mehr soll nicht verraten werden. Die Illustrationen im Buch stammen ebenfalls von Detlef Romey. Das Werk hat der Künstler übrigens den beiden großen Möllner Tilldarstellern Waldemar Ave und Mario Schäfer gewidmet. „Waldemar hat mich 1984 animiert, bei den Möllner Festspielen mitzumachen“, sagt Detlef Romey. Er habe ihm viel zu verdanken. Detlef Romey hat nach 30 Jahren seine Bühnentätigkeit als Schauspieler an den Nagel gehängt. Allerdings nicht ganz: In der Rolle des „Herzogs Albrecht des Guten“ lädt er zu Stadtführungen der besonderen Art ein und ist dabei, neben Till, zu einer Symbolfigur für Mölln zu werden. Romey: „Es ist eine attraktive Rolle“. Den Schwerpunkt seines kreativen Schaffens möchte der Möllner künftig auf das Schreiben legen: Zu den Eulenspiegelfestspielen im Sommer 2015 plant Detlef Romey eine romanhafte Biografie des Herzogs.

Das Buch „Der falsche Narr“ ist als E-Book erschienen und unter anderem über Hugendubel und Thalia erhältlich. Eine Printausgabe ist im Epubli-Verlag erschienen.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 18:08 Uhr

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