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Grundsteinlegung : „Der Entspannungsfaktor ist heute wichtig“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auf dem Gelände Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus in Bargfeld-Stegen entstehen zwei Stationen für allgemeine Psychiatrie und für Entzug von Drogen. Auf 2800 Quadratmetern Nutzfläche werden bis zu 50 Patienten auf zwei Stockwerken eine Unterkunft erhalten.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2013 | 07:30 Uhr

Im Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus ist der Grundstein für ein 4,1 Millionen-Projekt gelegt worden. Auf dem Gelände entstehen zwei neue Stationen für die allgemeine Psychiatrie und für den Entzug von legalen Drogen wie Alkohol und Tabletten.

Auf 2800 Quadratmetern Nutzfläche werden bis zu 50 Patienten auf zwei Stockwerken eine zeitgemäße Unterkunft erhalten. Sie können dann in Ein- bis Zweibettzimmern mit eigenem Bad und Sanitärbereich auf dem Zimmer wohnen. Mitte kommenden Jahres soll das Gebäude fertig sein. Die Kosten trägt diesmal die Behörde für Gesundheit und Soziales in der Hansestadt Hamburg. „Im vergangenen Jahr hat das Land Schleswig-Holstein 1,8 Millionen Euro für den Neubau der Station M investiert“, sagt Andrea Nielsen aus der Geschäftsführung. Dafür entstand eine Station für Psychosomatik und Psychotherapie. Und im kommenden Jahr ist ein weiteres Gebäude geplant. Das Land finanziert für voraussichtlich etwa die gleiche Summe den Bau einer Station für Depressionen und Angsterkrankungen. Der Altbau „Haus Husum“ wurde Ende vergangenen Jahres abgerissen. „Er hatte sehr große Räume mit Fünf- und Sechsbettzimmern und war nicht mehr zu sanieren“, sagt Geschäftsführer Thomas Liehr. „Sammelbäder und WCs auf dem Flur entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard“, so der ärztliche Direktor, Prof. Matthias R. Lemke. „Wir bauen ein Gebäude mit Hotel- und Wohlfühl-Charakter.“ Denn die Krankenhäuser stünden heute im Wettbewerb. „Die Patienten sind oft sehr gut informiert und suchen sich danach ein Krankenhaus aus“, sagt Lemke, „wir wollen ihnen deshalb das Bestmögliche bieten.“ Auf jeder Etage wird ein Entspannungsbad mit Musikkulisse und gedämpftem Licht entstehen. „Der Entspannungsfaktor ist sehr wichtig, weil viele Krankheiten haute mit Stress zu tun haben“, sagt der Professor. Das trage neben der physikalischen Therapie zur seelischen Gesundheit bei und verbessere die Widerstandsfähigkeit der Patienten. Dazu kommen großzügige Therapie-, Aufenthalts- und Speiseräume. Auch Terrasse und Dachterrasse sind geplant.




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