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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 08:28 Uhr

Ehrung : Der doppelte Austernfischer

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Besondere Auszeichnung des Vereins Jordsand für Erika und Gottfried Vauk. Der Austernfischer ist der Seevogel des Jahres 2014

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 00:32 Uhr

Im Mittelpunkt einer Feierstunde im „Haus der Natur“ des Jordsand e.V. stand der Austernfischer. Zunächst wurde der Küstenvogel ganz offiziell zum „Seevogel des Jahres 2014“ gekürt. Anschließend vergaben die Vereinsvertreter zum ersten Mal eine kleine silberne Kopie ihres gefiederten Vereinssymbols an verdiente Vogel- und Artenschützer.

Die Wahl bei der Premiere dieser Auszeichnung, die dazu dienen soll, besonderes Engagement im Verein und für die gemeinsame Sache zu würdigen, fiel auf Erika und Gottfried Vauk. „Beide waren lange Jahre ehrenamtlich für den Verein aktiv. Gottfried 1978 als Vorstandsmitglied und von 1979 bis 1990 als Vorsitzender. Seine Frau Erika war ebenfalls jahrelang als Vorstands- und Beiratsmitglied sehr aktiv“, würdigte der Vorsitzende Eckart Schrey die beiden Biologen in seiner Laudatio. „Mir ihren Namen verknüpfen sich echte Meilensteine unserer Vereinsgeschichte“, fuhr er fort. So gehe die Gründung der Vereinszeitschrift „Seevögel“ auf Gottfried Vauk zurück, der diese im Jahr 1979 aus der Taufe hob. Meeresmüll, Ölverschmutzung, die Gefahr für Zugvögel durch Windkraftanlagen - in vielen Themengebieten haben die Vauks stets geforscht und gewarnt, bevor andere Institute oder Wissenschaftler die Probleme realisiert hätten. „Zahlreiche Fernsehbeiträge, hunderte Veröffentlichungen auch in Zeitschriften mit einer breiten Leserschicht, trugen dazu bei, dass das Thema Meeres- und Seevogelschutz auf der politischen Tagesordnung blieb.“

Schon 2005 habe der Bundesumweltminister a.D. und Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen gesagt, dass es wichtig sei, sich stets an Gottfried Vauk und sein Wirken zu erinnern. „Wir nehmen es als Auftrag im Sinne des Ehepaars Vauk weiterzuarbeiten für den Erhalt unser Seevogelwelt, für die Natur und unsere eigenen Lebensgrundlagen“, schloss Schrey.

Wegen eines Sturzes konnte Gottfried Vauk der Feierstunde nicht beiwohnen. Seine Frau nahm die Urkunde daher allein entgegen. „Es ist eine Ehre, und wir freuen uns sehr“, sagte sie.

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