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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 01:57 Uhr

Das Verkehrsärgernis : Der Buckel ist weg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In nur einem Tag ist die berüchtigte Bargteheider Springschanze an der Alten Landstraße gerichtet worden, was nicht nur Beifall findet

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 05:45 Uhr

Viele Autofahrer haben sich geärgert über die ungewolte Rampe. Aber es gibt auch Bedauern über den abgetragenen Buckel auf der Alten Landstraße. Bargteheide hat mit diesem Bauwerk überregionale Bekanntheit erlangt. In Internet-Blogs äußern sich einige enttäuscht darüber, dass es jetzt kein Kribbeln mehr im Bauch beim Überfahren dieser Rampe gibt. „Wer erklärt das meinen Kindern?“, fragte eine Kommentatorin ironisch. Andere hatten auch „einen Riesenspaß“ bei einer Buckel-Partie.

Am Sonnabend machten sich Bauarbeiter im Auftrag des Landesamts für Straßenbau und Verkehr ans Werk und frästen den Buckel ab. Er wurde dabei nur etwa acht Zentimeter tiefer gelegt. Drei Tage waren dafür eingeplant, doch die beauftragte Firma Dau aus Lübz schaffte es an einem Tag. Mehr noch: Es blieb dabei sogar noch Asphalt übrig. Damit wurde ein etwa 30 Meter langes Stück Baustraße befestigt. Hier wird jetzt an der Einmündung für den zweiten Abschnitt der westlichen Entlastungsstraße von Bargteheide gearbeitet. Und hier werden zurzeit erhebliche Mengen von Sand und Kies bewegt.

Kritisiert wurde von einigen Autofahrern die schlechte Beschilderung der Baustelle. Viele von ihnen ignorierten auch die Absperrungen und versuchten trotzdem, so hindurch zu kommen. Einige waren sehr ärgerlich, doch es gab kein Durchkommen über den aufgefrästen Buckel und die Schwelle mit heißen Asphaltschichten.

Der Scheitelpunkt des Buckels wurde auf etwa drei Meter Breite abgefräst und samt Unterbau erneuert. Acht Zentimeter flacher ist er jetzt, das subjektive Gefühl eines kurzen Abhebens soll damit beseitigt sein. Für Bargteheides Bürgermeister Dr. Henning Görtz ist das eher eine kosmetische Operation, der Fahrkomfort wird verbessert. Immerhin trägt das Land Schleswig-Holstein die Kosten dafür. Sie sollen im fünfstelligen Bereich bleiben, wobei der rasche Baufortschritt sicher zu niedrigeren Kosten beitragen wird.

Gleich nebenan wird von zwei Seiten her an der westlichen Entlastungsstraße gearbeitet. Auch von der Jersbeker Straße aus sind die Straßenbauer aktiv. Das Mittelstück ist noch ausgespart. Hier wird der alte Bauhof der Stadt in Kürze abgerissen, die künftige Umgehung wird mitten hindurchführen. Ein Neubau für den Bauhof gleich daneben ist fast fertig.
Weil das Gelände relativ tief liegt, wird auf weiten Teilen eine zwei Meter über dem Niveau liegende Trasse für die Straße aufgeschüttet. Von der Jersbeker Straße her sind schon einige hundert Meter fertig. Immerhin soll hier ein Kreisverkehr entstehen, wie ihn die Anti-Buckel-Initiative auch für die übrigen Kreuzungspunkte vergeblich gefordert hatte.




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