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Stormarner Tageblatt

22. November 2017 | 08:48 Uhr

Bad Oldesloe : Der Baum der Freundschaft wächst

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

30 Jahre Verschwisterung zwischen Bad Oldesloe und Beer Yaacov wurde mit Festakt, Konzert und Baumpflanzung gefeiert.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2017 | 18:28 Uhr

Es war eine ganz besondere Geburtstagsfeier, die am vergangenen Sonnabend im Historischen Rathaus gefeiert wurde: Das Geburtstagskind wurde 30 Jahre alt und von mehr als 100 Gästen aus Bad Oldesloe und Israel gefeiert. 1987 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Bad Oldesloe und Beer Yaacov besiegelt. Die von den damaligen Bürgermeistern Ulrich Gudat und Nachum Itzkovitch unterschriebene Urkunde war im Rathaussaal ausgestellt. Und auch Ulrich Gudat war ebenfalls zur Jubiläumsfeier gekommen.

Die Wurzeln der Verschwisterung reichen zurück ins Jahr 1980, als Gründungsvater Walter Busch als erster Oldesloer in offizieller Mission mit einer Delegation des Landessportverbandes nach Israel reiste. Bereits zwei Jahre später flog er mit seiner Familie und jungen VfL-Sportlern nach Beer Yaacov und knüpfte erste Kontakte, die zunächst sportlicher Natur waren. 1984 kam mit den Sportlern auch der damalige Bürgermeister Gottfried Baethge mit nach Beer Yaacov. „Die Tragezeit übertrifft also mit sieben Jahren die von Elefanten um ein Mehrfaches“, scherzte Dr. Hartmut Jokisch, Beauftragter für die Städtepartnerschaft mit Beer Yaacov und Jifna, der die 23 Gäste aus Israel begrüßte, bevor Bürgermeister Jörg Lembke das Wort ergriff. Bei seinem Besuch in Beer Yaacov im April sei er sehr beeindruckt gewesen von der Stadt, die gerade dabei sei, von rund 21000 auf bis zu 70  000 Einwohner zu wachsen. „Mehr noch als von der Stadt war ich von ihren warmherzigen und gastfreundlichen Menschen begeistert“, so Lembke, der die Gäste mit einem großen Geschenkkorb überraschte und der vom israelischen Delegationsleiter Uri Shimoni eine ganz besondere Geschenktafel überreicht bekam.

In diesem Jahr war der Besuch nicht sportlich, sondern vor allem musikalisch geprägt, denn fast alle Gäste, singenim Chor Zlilei Beer. Delegationsleiter Uri Shimoni, der bereits zum fünften Mal in Bad Oldesloe ist, freute, dass das neue Kultur- und Bildungszentrum am Beer-Yaacov-Weg steht. Er übermittelte Grüße seines Chefs und Bürgermeisters Nissim Goslan, der wegen eines Theaterfestivals in der Stadt nicht mitkommen konnte, die in zwei Monaten 110 Jahre alt wird.

Nach der Eröffnung einer Ausstellung mit Fotos von Ilan Wolff im Historischen Rathaus pflanzten Jörg Lembke, Uri Shimoni und Hartmut Jokisch einen Freundschaftsbaum – einen in unseren Breiten eher seltenen Johannisbrotbaum – auf dem „Platz der Städtepartnerschaften“ vor dem Bahnhof. Gestern Abend gab der israelische Chor ein Begegnungskonzert mit fünf Oldesloer Chören in der Peter-Paul-Kirche. Das letzte gemeinsame Chorkonzert in der Festhalle liegt immerhin schon 22 Jahre zurück.



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