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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:46 Uhr

Trittau : Der Archivar ist jetzt Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oliver Mesch als Nachfolger von Walter Nussel im Amt vereidigt und mit vielen Präsenten bedacht.

Es sei ein bedeutungsvoller Abend für ihn und ein ganz besonderer Tag, bedankte sich Bürgermeister Oliver Mesch bei der Gemeindevertretung, die ihm zu Ehren die Sitzung zu seiner Ernennung und Vereidigung in die Wassermühle verlegt hatte. Zur Amtseinführung waren auch Landrat Klaus Plöger, die Amtsvorsteher Ulrich Borngräber (Trittau) und Olaf Beber (Siek), Bürgermeister der Nachbargemeinden und viele Bürger gekommen.

Als letzte Amtshandlung verlas Bürgermeister Walter Nussel die Ernennungsurkunde für seinen Nachfolger, Bürgervorsteherin Marion Schiefer vereidigte Oliver Mesch. Doch zuvor gab es Ansprachen und viele Geschenke. „Der 14. und der 15. August 2014 wird Ihnen in guter Erinnerung bleiben, für Sie beide beginnt ein neues Leben“, sagte Schiefer an den Alt- und den Neu-Bürgermeister gewandt. Nussel lobte sie als uneitlen Bürgermeister, der an der Sache orientiert gewesen sei und mit hoher Fachlichkeit und Präzision seine Arbeit erledigt habe. Zum Abschied gab es von den Gemeindevertretern einen großen Geschenkkorb mit Wein, um die viele freie Zeit gebührend zu genießen.

Mit einem Zitat von Erich Kästner – „Bleib’ wie du bist und ändere dich täglich“ – wünschte die Bürgervorsteherin Mesch zu seinem Amtsantritt eine glückliche Hand sowie viel Mut und Kraft. Sabine Paap (Grüne) überreichte im Namen der Gemeindevertretung anstelle von Blumen etwas „Nachhaltigeres“: einen Obstbaum, Sorte Bürgermeisterbirne. „Wir werden Ihnen einen kleinen Vorlauf geben, aber dann werden wir alle anklopfen, um Termine zu machen, kündigte Sabine Paap schmunzelnd an. Ers werde sicher Reibungen geben, aber „Reibung erzeugt Wärme, aus Auseinandersetzungen folgen Transparenz und gute Entscheidungen zum Wohle Trittaus.“ Sein Wahlkampfmotto „Miteinander für ein starkes Trittau“ werde auch für seine Amtszeit gelten, sagte Mesch. Er wolle vertrauensvoll und transparent arbeiten, das Umland mit einbeziehen, denn nur gemeinsam sei man stark. Zudem forderte er die Bürger auf, sich einzubringen. Seine regelmäßigen Sprechstunden will er zwei Mal im Jahr auch auf dem Wochenmarkt anbieten. Die Verwaltung sieht er „in dienender Funktion“ und freue sich auf eine leistungsfähige Mannschaft. Erste Herausforderung sei die Finanzlage. Sein Augenmerk werde er auf Bedingungen für junge Familien und Senioren, die Infrastruktur, das Gewerbe und ein Konzept für die Ortsmitte legen.

„Ich war gerne und mit Stolz ihr Bürgermeister. Aber allein kann man nichts bewirken, man braucht die Verwaltung und die Gemeindevertretung sowie Fachkenntnisse“, sagte Walter Nussel zum Abschied. Seinem Nachfolger übergab er eine große Tasche mit „sinnigen“ Geschenken: Schweißbänder, Schlipse, eine gelbe und eine rote Karte, Schokolade für Ehefrau Birte und den „Hausfrieden“in Form eines Baseballschlägers.


Was Walter Nussel nun vorhat, lesen Sie in der Montagsausgabe.





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