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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 18:34 Uhr

Derbyzeit : Dennis Wagner muss weiter zusehen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zuletzt stand Dennis Wagner bei Fußball-Regionalligist SV Eichede wieder auf dem Spielberichtsbogen. An einen Einsatz im Landesderby gegen Neumünster ist allerdings nicht zu denken. Wagners Verletzungspause wird noch einige Woche dauern.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Einige Beobachter rieben sich verwundert die Augen. Mit der Nummer sieben stand ein Akteur auf dem Spielberichtsbogen, den viele beim SV Eichede seit langer Zeit schmerzlich vermissen: Dennis Wagner. Der Mittelfeldspieler des Fußball-Regionalligisten kam bei der 0:4-Niederlage zuletzt beim SV Meppen freilich nicht zum Einsatz. Seine Nominierung für den Kader hatte eher psychologische Gründe. „So war Dennis nah dran, konnte mit seiner Präsenz auch mit dem einen oder anderen Spieler sprechen und Einfluss nehmen“, begründete Eichedes Coach Oliver Zapel den Namen Wagners auf dem Bogen.

Der 25-Jährige Mittelfeldspieler ergänzte: „Bei mir gab es keine Wunderheilung. An einen Einsatz war eigentlich nicht zu denken. Die Schmerzen im Bein sind weiterhin vorhanden, aber natürlich würde ich schon gerne wieder spielen.“ Wagner lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass für ihn zwar die Zuschauerrolle nicht die Ideallösung darstellt, aber auch definitiv in dieser Spielzeit kein Comeback stattfinden wird. Zapel erklärte die Situation des Offensivspielers, der sich am 23. Mai 2013 im SH-Liga-Match gegen den TSV Altenholz nach Foul eines Gegenspielers einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte und seitdem nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte: „Im Training hat er zwar Fortschritte gemacht, doch an körperbetontes Spielen ist noch lange nicht zu denken.“

Im Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den Landesrivalen VfR Neumünster müssen sich die Stormarner also erneut ohne ihren Offensivallrounder durchbeißen. Wie so häufig ist es für die „Bravehearts“ ein „Endspiel“ im Kampf um den Klassenerhalt. An der Konstellation im Keller hat sich für das Schlusslicht nicht viel geändert. Es geht um den vielleicht noch rettenden 17. Tabellenplatz, auf dem der SC Victoria Hamburg steht.

Dennis Wagner wird gegen den VfR Neumünster wieder von außen die Daumen drücken – und ist von einem Sieg überzeugt. Schließlich fiel die Niederlage in Meppen aufgrund der fast ausgeglichenen Spielanteile zu hoch aus und spiegelte nicht ansatzweise den Spielverlauf wider. „Wir haben oft ordentlich gespielt und standen dann doch, wie auch in Meppen, ohne Punkte da. Gegen Neumünster, bei denen intern viel Unruhe herrscht und viele Spieler anscheinend dem Verein nach Saisonende den Rücken kehren, sind wir dran. Wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen. Drei Zähler müssen her“, fordert der verletzte Wagner, der einst auch für den VfL Oldesloe, Rümpeler SV, TSV Bargteheide und den VfB Lübeck (bis 2006) kickte.

Die „Bravehearts“, könnten ihre Nummer sieben, die in 121 Ligaspielen für den Club immerhin 26 Treffer erzielt hat, in der aktuellen Situation gut gebrauchen. Sonntag aber muss es auch ohne ihn gehen. Denn Zapel weiß nach 21 sieglosen Spielen in Folge: „Mit dem VfR treffen wir auf einen Gegner, der gerade seine Negativserie – im Gegensatz zu uns – beendet hat und sich wohl keine Sorgen mehr über den Klassenerhalt machen muss. Wir hingegen benötigen einen Dreier, um Druck auf Victoria zu machen.“ Der Trainer wird konkreter: „Wollen wir Victoria noch abfangen, zählt nur ein Sieg.“

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, im Ernst-Wagener-Stadion in Eichede.

Schiedsrichter: Lennart Dornnieden (Papenburg).

Nicht dabei: Kemo Kranich und Sammy Güzel (private/berufliche Gründe), Ardian Seydiu (Herzrhythmusstörungen), Jakub Heidenreich (Gelbsperre) sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic.

Voraussichtliche Aufstellung des SV Eichede: Berndt – Issahaku, Jan-Ole Rienhoff, Marschner – Kossowski, Koops, Baloki, Fischer – Maltzahn – Alassani, Huseni.



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