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Ahrensburger Rathaus : Denkmalschutz: Gegengutachten muss her

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Ahrensburger Stadtverordneten befürchten Nachteile, wenn das Verwaltungsgebäude aus den 70er Jahren unter Denkmalschutz gestellt werden sollte. Eine große Mehrheit plädiert für ein Gegengutachten.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 06:00 Uhr

22.000 Euro lässt sich die Schlossstadt ein Gutachten kosten, in dem noch einmal die Denkmalwürdigkeit des Rathauses überprüft werden soll. Das Landesamt will das 1970 eingeweihte Gebäude unter Denkmalschutz stellen. Die meisten Politiker befürchten allerdings, dass damit hohe Folgekosten für die Stadt verbunden sind, zumal das Rathaus ohnehin für Millionen saniert werden muss. Die Debatte über das Gutachten, das Grundlage für die städtische Stellungnahme an das Landesamt sein soll, sollte zunächst hinter geschlossenen Türen erfolgen. Auf Antrag der SPD wurde die Öffentlichkeit, aber zugelassen.

Rafael Haase (SPD) warb vergeblich dafür, auf ein teures Gutachten zu verzichten. „Das Rathaus ist aus hochwertigen Materialien gebaut und hat keine Bauschäden“, sagte er. Sein Fraktionskollege Achim Reuber stimmte allerdings für eine zweite Expertise: „Wir können dadurch Argumente gewinnen, um einen möglichen Rechtsstreit zu verkürzen.“

Ähnlich sah es CDU-Fraktionschef Tobias Koch, der vor möglichen Folgekosten warnte. „Wenn in 30, 40 Jahren der Beton bröckelt, könnten enorme Kosten auf uns zukommen.“ Deshalb sei die Ausgabe eine gute Investition, und der Finanzausschuss habe sich ja bereits mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen. Denkmalschutz werde sich auch auf die Bebauungsmöglichkeiten in der Umgebung des Rathauses auswirken, warnte Koch: „Schon bei Umbauten wird es hohe Auflagen geben.“

Dem stimmte Thomas Bellizzi (FDP) zu: „Weitere Auflagen könnten in Zukunft ein Problem werden. Wir sollten hier nicht noch mehr Kohle versenken.“ Peter Egan (WAB) erachtete das Geld für ein Gutachten dagegen als aus dem Fenster geworfen: „Das sollten wir lieber in die Kinderbetreuung investieren.“ Doch die große Mehrheit von 18 Stadtverordneten stimmte dafür, nur sechs dagegen.

Abgesetzt wurde der Verkauf des Lindenhof-Geländes. Es seien noch weitere Beratungen nötig, sagte Koch. Einstimmig votierten die Parlamentarier für die Aufstellung eines B-Plans für das Gelände der ehemaligen Klinik. Für den B-Plan Beimoor-Süd gab es ebenfalls eine Mehrheit. Die SPD enthielt sich. „Wir vermissen darin den Sportpark“, so Hartmut Möller, „dort ist bisher nur das Schützenhaus vorgesehen, das ist uns zu wenig.“

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