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Kämpfernatur : Den Klassenerhalt als Abschiedsgeschenk

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vor seinem Wechsel zum SV Eichede will Vincent Janelt mit den Fußballern des SSC Hagen Ahrensburg den Klassenerhalt in der SH-Liga perfekt machen. Heute reisen die Ahrensburger zum als Meister feststehenden VfB Lübeck.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Noch fünf Spieltage, dann wird das Kapitel SSC Hagen Ahrensburg für Vincent Janelt beendet sein. Seit fünf Jahren kickt der Linksfuß bei den Schlossstädtern. Ab Sommer aber geht der Offensivspieler einen neuen Abschnitt in seiner Karriere an: Der 21-Jährige wechselt zum SV Eichede. Der Abschied von seinem Heimatverein wird Janelt schwer fallen. „Es ist schon ein komisches Gefühl, nach so vielen Jahren. Ich gewöhne mich nur langsam an den Gedanken – aber ich möchte mich bei einem ambitionierten und professioneller geführten Verein durchsetzen. Es ist für mich ein weitere Schritt nach vorn“, sagt der Bargfelder, der in der Jugend auch für den Bargfelder SV, den Hamburger SV und den FC St. Pauli am Ball war.

Aber auch dem SSC Hagen fällt der Abschied des vielseitig einsetzbaren Janelt schwer. „Er ist ein Kämpfer vor dem Herren, sehr agil und ehrgeizig. Er hat einen guten Schuss – der Bursche besitzt großes Potenzial“, sagt Trainer Michael Schmal, der allerdings auch die Schwächen des 21-Jährigen kennt: „Er bremst sich durch seine Emotionalität manchmal selbst aus, dann eskaliert es mit dem Schiedsrichter und Gegenspielern. Aber Emotionen gehören ja auch zum Fußball.“

Beim SVE hofft Janelt, Regionalliga-Luft schnuppern zu können. Voraussetzung wäre allerdings der Klassenerhalt der Steinburger. „Es wäre natürlich komisch, wenn Eichede absteigt und ich plötzlich in der SH-Liga gegen Hagen spielen würde. Aber ich möchte mich mit dem Klassenerhalt vom SSC verabschieden und hoffe, dass der SVE in der Regionalliga bleibt.“

Gefühlte Regionalliga wird Janelt mit seinem Team auch heute Abend (19.30 Uhr) beim VfB Lübeck erleben. „Das ist ein absolutes Highlight und für mich auch eine Gelegenheit, mich mit Spielern auf Regionalliga-Niveau zu messen“, erklärt der 21-Jährige: „Wir wollen lange das 0:0 halten – und dann vielleicht über einen Konter zum Erfolg kommen. Im Hinspiel haben wir beim 1:1 auch nicht schlecht ausgesehen“, betont Janelt. Die Ahrensburger reisen mit zwei Fanbussen an, um für die nötige Unterstützung beim bereits feststehenden Meister zu sorgen.

Sollte es mit einem Erfolgserlebnis nicht klappen, ist Janelt trotz anspruchsvollem Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt nicht bange. „Wir sind ein verschworener Haufen und werden dann halt auf unserem Kunstrasen die nötigen Punkte gegen den Abstieg einfahren“, hofft Hagens Nummer 13. Es wäre sein schönstes Abschiedsgeschenk.

Außerdem spielt der SV Eichede II am Sonnabend (14 Uhr) bei der Husumer SV.

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