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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

Freisprechung : Den Gesellenbrief in der Tasche

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Elf Lehrlinge haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet. Freisprechungsfeier der Maler und Lackierer in der Beruflichen Schule mit dem traditionellen Schluck Rotwein aus dem Silberkelch.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 12:27 Uhr

Elf Lehrlinge im Ausbildungsberuf Maler und Lackierer haben es geschafft: Mit einer feierlichen Freisprechungsfeier in der Beruflichen Schule am Schanzenbarg wurden sie jetzt als Gesellen aus der dreijährigen Ausbildung entlassen. Drei Auszubildende scheiterten allerdings an der theoretischen Prüfung. Das Trio kann die Prüfung allerdings im kommenden Jahr wiederholen.

„Viele von Ihnen haben die Chance genutzt, neben dem Gesellenbrief auch den Mittleren Bildungsabschluss zu machen“, freute sich Rüdiger Hildebrandt. Einige Junggesellen würden nun die Meisterschule oder sogar ein Studium an einer Fachhochschule anstreben, so der Schulleiter der Beruflichen Schule. „Tüchtige Führungskräfte werden immer gebraucht“, betonte Rüdiger Hildebrandt. Zur praktischen Prüfung gehörten Tapezieren, Streichen und eine Sondertechnik – beispielsweise wie Spachtel- oder Schablonentechnik. Die besten Prüfungsergebnisse lieferte Carsten Arndt, der seine Ausbildung im elterlichen Betrieb Jürgen Arndt aus Westerau absolvierte. Zweitbester wurde Fabian Bosse, der in den Oldesloer Stormarner Werkstätten lernte. Das beste Schulzeugnis konnte Dominik Schön vom Malereibetrieb Möller aus Kattendorf vorweisen und wurde dafür mit einem Buchpräsent belohnt.

Die Freisprechung der Lehrlinge hat ihren Ursprung in den handwerkerlichen Zünften des ausgehenden Spätmittelalters. Dabei wurde der Lehrling von seinem Meister losgesprochen und der junge Handwerker schied aus dem Familienverband des Meisters aus. Er wurde in das Gesellenbuch der Zunft eingetragen, das in der Zunftlade verwahrt wurde, was oft mit einer Freisageformel und einem Eid vor sich ging.

Heutzutage erinnert nur noch der traditionelle Schluck Rotwein aus einem so genannten Innungskelch an die Jahrhunderte alten Rituale. „Aus diesem versilberten Kelch habe auch ich schon als Lehrling getrunken“, sagte Jochen Meier, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Stormarn, der auch die Gesellenbriefe verteilte.

Folgende Junggesellen wurden bei der Zeremonie freigesprochen:
Nico Meltzer, Carsten Arndt, Fabian Bosse, Besart Emiri, Rene Gadermann, Marc-Daniel Jahn, Norman Kaczmarek, Oliver Scheel, Dominik Schön, Andre Wohlers, Nils Harder.


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