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Landtagswahl : „Den Druck langsam aufbauen“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zwei der drei Stormarner CDU-Landtagskandidaten sind Anwälte. Das Ziel ist klar definiert: Die Wahlkreise sollen direkt gewonnen werden.

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erstellt am 07.Apr.2016 | 17:30 Uhr

Das Ziel ist klar: Die CDU will 2017 alle drei Stormarner Wahlkreise direkt gewonnen. 2012 war Stormarn-Süd an den SPD-Kandidaten Martin Habersaat gegangen. Im nächsten Jahr tritt mit Lukas Kilian einer der jüngsten CDU-Kandidaten an. Der 29-jährige Glinder macht aber bereits seit zehn Jahren Politik, ist Kreistagsabgeordneter und dort Vorsitzender des Verkehrsausschusses.

Einen neuen CDU-Bewerber gibt es auch in Stormarn-Mitte, wo Rainer Wiegard nicht erneut antritt. Claus Christian Claussen ist mit 55 Jahren ein „alter Hase“. Er ist seit mehr als 40 Jahren in der CDU, Beisitzer im Landesvorstand, seit 1998 Stadtvertreter in Bargteheide und seit 2008 Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister: „Ich glaube, auch dazu beigetragen zu haben, dass wir in Bargteheide ein gutes Klima in der Kommunalpolitik und mit der Verwaltung haben.“

Claussen und Kilian sind beide Rechtsanwälte, und beide wollen auch als Landtagsabgeordnete in ihrem Beruf tätig bleiben. „Der Bezug zum realen Leben ist besonders in jungen Jahren wichtig“, sagt Kilian, der sich seit seinem zweiten Staatsexamen 2015 in einer Glinder Kanzlei um Bau- und Architektenrecht kümmert: „Das sind dicke Akten, aber man ist auch auf der Baustelle.“

Am Landtag reizt beide Anwälte der Einfluss auf Gesetzgebung. Im Kreis und in der Kommune sei man immer nur an Gesetze gebunden, die andere machen. „Ich denke, dass wir da praktische Erfahrungen einbringen können“, sagt Claussen.

Das fehlt der Landtagsfraktion auch ein bisschen. „Wir haben zurzeit nur eine Juristin in der Fraktion“, sagt Tobias Koch, der dem Landtag seit 2005 angehört und den Wahlkreis jedesmal direkt gewann. Der Ahrensburger Diplom-Kaufmann ist auch Vorsitzender der CDU Stormarn und Vorsitzender der städtischen CDU-Fraktion. In der Kiel ist er finanzpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Landtagsfraktion.

Dass man mehr als ein Jahr vor den Wahlen seine Kandidaten nominiert, ist eher ungewöhnlich. „Wir wollen den Druck langsam erhöhen“, sagt Koch. Wenn im Juni das Wahlprogramm beschlossenen wird, „wollen wir Stormarn-spezifische Themen einbringen“, sagen die Kandidaten. Stichworte sind die A  21, das Finanzausgleichsgesetz, die Zusammenarbeit mit Hamburg und die Innere Sicherheit im Allgemeinen und die hohe Zahl der Einbrüche in der Metropolregion im Besonderen. In Vorbereitung ist eine „Stormarn-Tour 2017“ zu den Auswirkungen der Landespolitik auf den Kreis geben.

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