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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 10:01 Uhr

Bad Oldesloe : Dem Krebs keine Chance

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Gesundheitsforum ist wieder zu Gast im Bürgerhaus. Das Thema am Mittwoch, 5. März: Darmkrebs

von
erstellt am 28.Feb.2014 | 10:22 Uhr

Das Gesundheitsforum des Stormarner Tageblatts, der Asklepios Klinik und der Barmer GEK startet 2014 mit einem Thema, das ausgezeichnet in diesen Monat passt, denn der März wurde von der Felix Burda Stiftung zum Darmkrebsmonat erklärt. „Dem Krebs keine Chance – Von der Vorsorge zur Therapie“ ist deshalb auch der Titel des Vortragsabends am kommenden Mittwoch, 5. März, um 19 Uhr im Bürgerhaus.

Dr. Heike Fink, Onkologin an der Asklepios Klinik, und Dr. Hamid Mofid, neuer Chefarzt der Chirurgie (wir berichteten), werden alle Aspekte des gefährlichen Darmkarzinoms beleuchten, von der Diagnostik über Vorsorge und Therapie bis zu den neuesten chirurgischen Operationsmethoden beleuchten. Anschließend besteht für die Besucher des Gesundheitsforums ausreichend Zeit, Fragen zu stellen.

Krebs gehört zu den größten Geißeln der Menschheit. Bis 2015 wird die Zahl der Menschen, die jährlich an Krebs erkranken, stark ansteigen, warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem kürzlich erschienen Welt-Krebs-Bericht 2014. Zum Teil aber geht der enorme Anstieg auf das vorausgesagte Bevölkerungswachstum und die zunehmende Lebenserwartung zurück.

Jeder zweite Mann und vier von zehn Frauen erkranken in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Krebs. Darmkrebs und Lungenkrebs machen inzwischen ein Viertel aller Krebsneuerkrankungen aus und sind Ursache für etwa ein Drittel aller Krebstodesfälle. In diesem Jahr, so schätzen Experten, werden in Deutschland rund 64 000 Menschen neu an Darmkrebs erkranken. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erkrankt ab dem 70. Lebensjahr, nur etwa zehn Prozent vor dem 55. Lebensjahr.

Ganz wichtig ist die von den Krankenkassen bezahlte Darmspiegelung zur Früherkennung, in der Regel ab 55 Jahren. „Die Koloskopie ist eine der wenigen Maßnahmen, die eine echte Vorsorge ist und Krebs definitiv verhindern kann“, betont Dr. Heike Fink. Bei dieser Untersuchung können nämlich Darmpolypen, die sich potenziell zu bösartigen Tumoren entwickeln könnten, gleich entfernt werden.

Außerdem können Krankenversicherte ab 50 Jahren jährlich einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl durchführen lassen (Hämocculttest). „Früherkennungsuntersuchungen können helfen, Gewebeveränderungen in möglichst frühen Stadien aufzuspüren, also bevor sich der Krebs durch Schmerzen oder andere Beschwerden bemerkbar macht. Aus diesem Grund übernimmt die Barmer GEK auch individuelle Untersuchungen, die eine noch schnellere Früherkennung ermöglichen“, betont Ralf Klesch, Bezirksgeschäftsführer der Barmer. „In der Therapie hat sich in den letzten Jahres viel Gutes getan“, weiß Oberärztin Dr. Heike Fink. Inzwischen könnten auch über 80-jährige Krebspatienten sehr erfolgreich behandelt werden.

Allerdings gilt beim Darmkrebs auch: „Ohne Chirurgie keine Heilung“, wie Dr. Hamid Mofid betont. Der sympathische Mediziner aus Hamburg tritt Anfang der Woche seinen Dienst als neuer Chefchirurg in der Asklepios Klinik an und möchte sich beim Gesundheitsforum den Oldesloern vorstellen.

Auf mehr als 1000 Operationen kommt der 43-jährige Arzt in seiner bisherigen Laufbahn als Viszeralchirurg und hat damit schon jede Menge Erfahrungen gesammelt.

Dr. Hamid Mofid wird den Besuchern des Gesundheitsforums einen interessanten Kurzfilm über eine von ihm ausgeführte Operation eines Mastdarmkarzinoms zeigen. Der Einritt im Bürgerhaus ist wie immer frei.










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